Die Parasitensaison hat wieder begonnen. Aufgrund des kurzen und milden Winters, haben viele Zecken überlebt und sind bereits auf unseren Vierbeinern zu finden. Dieses Jahr konnten wir beobachten, dass die Zecken besonders früh und vor allem in großer Anzahl aktiv sind.

Noch immer hält sich das Gerücht aufrecht, dass sich der Großteil der Zecken im Wald befindet. Die lästigen Plagegeister sind – zum Leidwesen unserer Haustiere – vor allem auf Wiesen, an Wegrändern und in Wäldern zu finden. Unabhängig davon gibt es Gebiete, in denen Zecken gehäuft auftreten, und Orte, an denen kaum welche zu finden sind. Hundebesitzer kennen dieses Phänomen: Beim Morgenspaziergang ist keine Zecke zu finden, beim Abendspaziergang wuselt es regelrecht auf dem Hund. Ob viele Zecken anbeißen, hat auch mit den Eigenschaften des Tieres wie zum Beispiel der Fellfarbe zu tun.

Die Krabbeltiere sind nicht nur unappetitlich und lästig, sondern können vor allem auch Krankheiten wie Ehrlichiose, Anaplasmose und Borreliose übertragen, die für unsere tierischen Lieblinge gefährlich werden können. Umso wichtiger ist es, Hund und Katze mit einer wirkungsvollen Prophylaxe zu schützen. Dazu stehen unterschiedliche Präparate zur Verfügung, die der jeweiligen Lebenssituation des Tieres angepasst werden können:

Halsbänder bieten vor allem bei Auslandsaufenthalten einen geeigneten Schutz, sind aber für Tiere, die gerne baden, nicht empfehlenswert. Aufgrund der Strangulierungsgefahr raten wir dringend davon ab, Halsbänder bei Katzen zu verwenden.

Spot-on Präparate sind sehr beliebt und haben den Vorteil, dass einige dieser Präparate auch eine repellierende (abschreckende) Wirkung gegen Parasiten haben. Die Zecken beißen also gar nicht erst an.

Auch Tabletten gegen Zecken sind erhältlich. Diese haben den Vorteil, dass die Wirkung bei Tieren die gerne und oft baden nicht vermindert wird und die Wirkstoffe nicht in die Gewässer gelangen.

Viele Tierbesitzer greifen auch gerne auf natürliche Mittel zurück. Aktuell existieren keine Studien, die eine zuverlässige Wirkung dieser Mittel bestätigen. Bei der Verwendung von natürlichen Substanzen für die Zeckenprophylaxe ist jedoch auch Vorsicht geboten: Viele der Produkte zu denen auf diversen Internetplattformen geraten wird (beispielsweise diverse ätherische Öle wie Teebaumöl, Knoblauch) sind für Hund und/oder Katze giftig! Hierbei kann es trotz der Verwendung eines Naturproduktes zu Gesundheitsschäden für das Tier kommen.

Grundsätzlich gilt: Das geeignete Präparat muss immer an die Lebensumstände des Tieres angepasst werden. Die Wirksamkeit von einem Präparat kann bei zwei unterschiedlichen Tieren aufgrund der Gegebenheiten (Tier lebt in einem Gebiet mit vielen Zecken, Tier badet gerne,…) unterschiedlich sein. Deshalb gilt: Sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt um das ideale Präparat für Ihren Vierbeiner zu finden.

Wichtig ist, dass Präparate zur Parasitenprophylaxe immer der Tierart angepasst werden müssen. Es darf NIEMALS ein Produkt zwischen Katze und Hund getauscht werden. Dies kann für das Tier lebensbedrohliche Folgen haben!

Wir empfehlen Ihnen, trotz Parasitenschutz Ihren Vierbeiner täglich nach Zecken abzusuchen.

Gerne beraten wir Sie rund um das Thema Parasiten und finden gemeinsam mit Ihnen den passenden Schutz für Ihre Vierbeiner.

Jetzt beginnt sie wieder, die Zeit der Nestlinge und Ästlinge. Die Vogeleltern haben alle Hände voll zu tun, um die hungrigen Mäuler zu stopfen. Häufig finden Spaziergänger einen – vermeintlich- verlassenen kleinen Vogel und nehmen ihn mit nach Hause. Um einschätzen zu können, ob der Jungvogel tatsächlich menschliche Hilfe benötigt, ist es wichtig, einen Ästling von einem Nestling unterscheiden zu können und einige weitere Dinge zu beachten.

Ein Nestling ist ein unbefiederter Jungvogel, der außerhalb des Nestes liegt. Bei Nestlingen ist es ratsam, sie aus dem Gefahrenbereich (Straße, Radweg..) zu nehmen und rasch wieder in sein elterliches Nest zurückzusetzen. Es stellt kein Problem für die weitere Akzeptanz der Elterntiere dar, wenn Sie den Nestling berühren.

Ästlinge hingegen sind voll befiederte Jungvögel. Sie sitzen am Boden, nachdem sie ihre ersten Flugversuche aus dem Nest hinter sich gebracht haben. Sie werden noch einige Tage von ihren Eltern am Boden gefüttert und machen durch laute Rufe auf sich aufmerksam. Einen unverletzten Ästling sollten Sie auf keinen Fall mitnehmen, denn nur so kann er sich auf seinen Start ins Leben vorbereiten. Sie können den Ästling eine Weile (bis zu zwei Stunden) beobachten, um sicherzustellen, dass er von den Eltern gefüttert wird. Achten Sie allerdings auf einige Meter Entfernung, um die Altvögel nicht zu stören.

Generell gilt, dass Wildtiere in Österreich geschützt sind. Jede Entnahme aus der freien Natur ist daher prinzipiell untersagt. Dies gilt auch für verwaiste Jungvögel, verletzte oder kranke Tiere.
Gesetzlich sind Sie verpflichtet, das Wildtier an Ort und Stelle zu belassen und zu beobachten.
Wenn bei einem Nestling das Nest nicht ausfindig gemacht werden kann oder ein Jungvogel offensichtlich verletzt ist, können Sie sich mit uns in Verbindung setzen. Beachten Sie allerdings, dass Sie ab dem Zeitpunkt, in dem Sie das Tier aus der Natur nehmen, dafür verantwortlich sind. Weder die Tierrettung, noch wir in der Tierklinik können Sie aus dieser Verantwortung entlassen und die Vögel aufnehmen und aufziehen. Die Aufzucht eines Wildvogels erfordert viel Sachkenntnis und Arbeit, gleichzeitig ist die Gefahr der Fehlprägung auf den Menschen groß und oft bleibt der Versuch leider erfolglos.

Die besten Überlebenschancen haben Jungvögel in der Obhut der Elterntiere. Daher möchten wir an alle appellieren: Bitte unverletzte Wildvögel nicht mit nach Hause nehmen!

Wie jedes Jahr stellen wir auch dieses Jahr wieder unseren Leitfaden zur Verfügung. Mit diesem können Sie schnell herausfinden, ob ein Vogel auf Ihre Hilfe angewiesen ist.

Für weitere Fragen und Beratungen sind wir gerne für Sie da.

Jetzt im Frühling werden die Temperaturen zunehmend milder und damit steigt auch wieder die Gefahr der Infektion mit Leptospiren bei unseren Hunden. Wir wollen Ihnen einen kleinen Überblick über diese potentiell tödliche Infektion geben und wie Sie Ihren Vierbeiner davor schützen können.

Was ist die Leptospirose?
Dabei handelt es sich um eine Erkrankung, die von Bakterien, den Leptospiren, hervorgerufen werden. Sie werden in unterschiedliche Stämme unterteilt.

Wie kann sich mein Hund infizieren?
Vor allem Wildnager wie Mäuse, Ratten,… beherbergen diese Bakterien, scheiden sie über den Harn aus und kontaminieren damit die Umgebung. Anstecken können sich unsere Hunde dann über infizierte Oberflächengewässer, also vor allem über Lacken und stehende Gewässer. Sie dringen über verletzte Hautstellen oder die Schleimhäute in den Körper ein. Da es sich um eine Zoonose handelt, kann sich auch der Mensch mit diesen Bakterien infizieren.

Welche Symptome zeigen erkrankte Hunde?
Die ersten Symptome treten einige Tage nach der Infizierung auf. Nach erfolgter Infektion kommt es zu schweren Nieren- und Leberschädigungen. Die Krankheitszeichen sind nicht spezifisch, sondern variieren von Hund zu Hund. Wir sehen immer wieder Blutgerinnungsstörungen, Lungenblutungen, Mattigkeit, Fieber, Erbrechen und Husten. Oft ist der Verlauf der Erkrankung schwer und leider versterben auch immer wieder Tiere – trotz intensiver Therapiemaßnahmen. Vor allem bei ungeimpften Tieren kann die Krankheit in kurzer Zeit tödlich verlaufen.

Wie kann diese Erkrankung nachgewiesen werden?
Die Bakterien lassen sich im Blut und im Urin nachweisen.

Wie sieht die Therapie aus?
Da infizierte Hunde in der Regel schwer krank sind, ist eine intensive Therapie notwendig. Sie müssen stationär aufgenommen werden, um adäquat versorgt zu werden. Dabei spielen die Gabe eines speziellen Antibiotikums, sowie unterstützende Maßnahmen (wie Dauertropfinfusionen, symptomatische Therapie etc.) eine entscheidende Rolle, um die Nieren- und Leberfunktion aufrecht zu erhalten. In manchen Fällen kann das Nierenversagen allerdings so schwer sein, dass eine Dialyse für das Überleben der Patienten notwendig wird.

Wie gefährlich ist diese Erkrankung?
Trotz Intensivmaßnahmen können Hunde an der Leptospirose versterben. Auch nach Überstehen der Erkrankung können bleibende Nieren- und/oder Leberschäden zurückbleiben. Daher ist sie in unserer Gegend eine ernstzunehmende Erkrankung.

Wie kann ich meinen Hund vor der Infektion schützen?
Eine Impfung kann vor einer Erkrankung schützen. Um einen guten Impfschutz zu gewährleisten, sollten Hunde, die ins Freie gehen vor der Hauptinfektionszeit, also am besten im Frühjahr, geimpft werden. Da es viele verschieden Stämme der Leptospiren gibt, ist es von Vorteil einen Impfstoff zu verwenden, der möglichst viele Stämme enthält.

Wenn Sie weitere Fragen rund um das Thema Leptospirose und Impfen haben, beraten wir Sie gerne.

Magendrehung Hund

Die Magendrehung beim Hund ist eine sehr ernst zunehmende Erkrankung, die ein rasches Handeln erfordert.

Ursachen:

Die genaue(n) Ursache(n) diese Erkrankung sind nicht eindeutig geklärt. Einmalige Fütterung (von großen Portionen) und Bewegung nach der Futteraufnahme sollen begünstigende Faktoren für eine Magendrehung darstellen.

Am häufigsten betroffen sind Hunde einer mittelgroßen oder großen Rasse mit einem tiefen Brustkorb, wie zum Beispiel Deutsche Doggen, Irische Wolfshunde, Schäferhunde, Irish Setter, Berner Sennenhunde, Weimaraner, Königspudel, Dobermann, Rottweiler u.ä. Außerdem können auch Mischlinge dieser Rassen betroffen sein.

Klinik:

Die Magendrehung beim Hund ist ein absoluter Notfall. Die betroffenen Tiere zeigen Unruhe, Speicheln, Würgen und unproduktives Erbrechen (d.h. sie versuchen zu Erbrechen, aber ohne Erfolg). Sie entwickeln zusätzlich einen tonnenförmigen, aufgedunsenen Bauch. Je länger der Zustand besteht, umso kritischer ist diese Erkrankung und kann auf Grund des Kreislaufschockes auch zum akuten Versterben des Tieres führen.

Therapie:

Falls Sie bei Ihrem Tier oben genannte Symptome beobachten, bitte sofort den nächstgelegenen Tierarzt anrufen und so schnell wie möglich vorstellig werden.

Bestätigt wird die Magendrehung anhand der klinischen Untersuchung und eines Röntgenbildes.

Da viele Tiere bereits in einer Kreislaufschocksituation sind, werden sie mit Infusionen und Schmerzmitteln erstversorgt, um sie für eine lebensnotwendige Operation vorzubereiten. Die Operation ist zur Behandlung einer Magendrehung unumgänglich. Der Magen wird in der Operation wieder „zurückgedreht“ und an der Bauchwand fixiert, um eine erneute Drehung zu verhindern.

Hat der Patient die Operation gut überstanden, bleibt er in der Regel noch ein paar Tage zur stationären Überwachung, da es nach der OP noch zu Komplikationen kommen kann (vor allem Herzrhythmusstörungen).

Wichtig ist, dass bei einer Magendrehung schnell reagiert wird. Nehmen Sie bei Beobachten der Symptome umgehend mit einem nahegelegenen Tierarzt Kontakt auf.

Aus aktuellem Anlass möchten wir erneut darauf hinweisen, wie wichtig es ist, seine Katze chippen zu lassen!

Alleine diese Woche wurden uns drei Fundkatzen gebracht von denen wir nur bei einer dank Facebook den Besitzer ausfindig machen konnten. Die anderen zwei Katzen wurden von einem Auto angefahren und von aufmerksamen Findern verletzt zu uns gebracht. Da keines der Fundtiere gechippt war, konnten wir die Besitzer im Ernstfall nicht erreichen. Auf Grund des Unfalls befanden sich zwei Katzen in einem kritischen Zustand und wurde von unserem Team erstversorgt und stabilisiert. Gerade in solchen Situation ist es wichtig, den Besitzer schnellstmöglich zu erreichen.

Es werden auch immer wieder Tiere zu uns gebracht die bereits verstorben gefunden wurden. Auch hier ist es die Regel, dass die Katzen nicht gechippt sind. Nur in seltenen Fällen ist die Katze gechippt und wir können den Besitzer kontaktieren.

Das Chippen einer Katze gehört zur täglichen Routine. Ein Mikrochip hat die Größe eines Reiskorns und wird unter die Haut im Bereich der linken Halsseite implantiert. Die Katzen tolerieren das Setzen des Chips ohne Narkose. Im Gegensatz zu Hunden ist das Chippen der Katzen keine Pflicht in Österreich, aber allen Katzenbesitzern anzuraten.

Braucht mein Vierbeiner eine Zahnreinigung?

Das Thema Mund- und Zahnhygiene gerät bei unseren Vierbeinern leider oft in den Hintergrund. Immer wieder werden uns Tiere vorgestellt, deren Gebiss sich in einem schlechten Zustand befindet. Auch Tiere leiden unter Zahnschmerzen, welche sich jedoch oft erst spät beim Tierbesitzer bemerkbar machen.

Im Maul von Hunden und Katzen bildet sich aus den anfänglichen Ablagerungen (Plaque) in relativ kurzer Zeit harter Zahnstein auf den Zähnen. Dieser sitzt so fest auf dem Zahn und unter dem Zahnfleischrand, dass er sich durch beispielsweise Kauartikel oder Zähneputzen nicht mehr entfernen lässt. Wird der Zahnstein jedoch nicht rechtzeitig entfernt, kann dies zu Zahnfleischentzündungen und lockeren Zähnen bis hin zum Zahnverlust führen. Starke Entzündungen sind dabei die Folge, welche nicht nur Mundgeruch und Schmerzen auslösen, sondern sich auch auf die allgemeine Gesundheit Ihres Tieres negativ auswirken kann. So können die zahlreichen, im Zahnstein befindlichen Bakterien auch über das Blut in andere Organe gelangen und z.B. an der Herzklappe anlagern. Bereits vor der Maul- und Zahnreinigung sollte in der Regel eine Antibiotikagabe stattfinden. Deshalb bitten wir Sie, sich bei Auffälligkeiten im Maul Ihres vierbeinigen Lieblings bei uns zu melden, um einen Untersuchungstermin zu vereinbaren.

Damit es gar nicht erst zu solchen Auswirkungen kommen kann empfehlen wir, Ihr Tier mindestens einmal jährlich für einen Gesundheitscheck bei uns in der Tierklinik vorzustellen. Wichtig ist selbstverständlich auch, dass das Gebiss des Vierbeiners vom Tierbesitzer selbst regelmäßig kontrolliert wird und bei Problemen (starker Mundgeruch, erschwerte Futteraufnahme, Reiben der Wange mit den Pfote oder am Boden etc.) der Tierarzt aufgesucht wird.

In unserer Klinik stehen Ihnen Spezialisten im Gebiet der Zahnmedizin zur Verfügung. Im Laufe einer professionellen Zahnreinigung, die bei einem Tier ausschließlich in Narkose erfolgen kann, wird der Zahnstein mittels der besonders schonenden Ultraschallmethode entfernt. Anschließend wird die gesamte Maulhöhle und das Gebiss kontrolliert. Für eine professionelle und genaue Beurteilung der Zähne sowie der Zahnwurzeln werden bei Bedarf Röntgenbilder mit unserem hochmodernen Zahnröntgen angefertigt. Eitrige Zähne oder Zähne mit freiliegenden Zahnhälsen müssen chirurgisch entfernt werden. Zuletzt werden alle Zähne poliert um die Zahnoberfläche zu glätten und sie vor einem neuen Anhaften von Zahnstein zu schützen. Um die Entstehung von Zahnstein zu verlangsamen bzw. zu verhindern und die Maulflora gesund zu erhalten, stehen verschiedene Produkte zur Verfügung, zu denen wir Sie gerne beraten.

Bei folgenden Fällen wird deutlich, dass die alleinige Entfernung des Zahnsteins nicht ausreichend ist. Eine gründliche Untersuchung der Zähne inklusive Röntgen ist bei einer professionelle Zahnreinigung unerlässlich um für eine Schmerzfreiheit des Patienten zu sorgen.

Fall 1: Patient mit Parodontose. Äußerlich kein Hinweis auf Knochenschwund, auf dem Röntgenbild allerdings deutlich erkennbar.

Fall 2: Hund mit Zahnfraktur im Oberkiefer. Äußerlich nicht sichtbar. Erst die Röntgenologische Untersuchung zeigt die Fraktur beider Zahnwurzeln.

Sollte Ihr Hund oder Ihre Katze unter Zahnproblemen leiden, vereinbaren Sie bitte einen Termin an dem wir Ihren vierbeinigen Liebling genau untersuchen und Sie über eventuelle weiteren Therapiemaßnahmen informieren können.

Als Chinaseuche wird die Hämorrhagische Krankheit der Kaninchen (Rabbit hemorrhagic disease, kurz RHD) bezeichnet. Sie endet für die meisten Kaninchen tödlich und wird durch ein Calicivirus hervorgerufen.

Diese gefürchtete Erkrankung ist uns seit den 1980er Jahren bekannt, wurde erstmalig in China beschrieben und ist mittlerweile weltweit vorkommend.
Die Erregerübertragung erfolgt direkt von Kaninchen zu Kaninchen (über Sekrete, Exkrete) und indirekt über Futter, Gegenstände, Schuhe, blutsaugende Insekten, wie Mücken etc. Sie ist nicht auf den Menschen (oder andere Haustiere) übertragbar und somit keine Gefahr für die Halter erkrankter Kaninchen.
Nach einer Inkubationszeit von 1-3 Tagen verenden die Tiere innerhalb kurzer Zeit (in der Regel nach 12-24 Stunden). Oft zeigen die Tiere keine Anzeichen einer Erkrankung, machmal kann blutiger Nasenausfluss, Mattigkeit und hohes Fieber beobachtet werden.

Durch vermehrtes Impfen unserer Hauskaninchen gegen die RHD konnten die Ausbrüche stark reduziert werden. Jetzt ist seit 2013 allerdings eine neue Variante des RHD-Virus bekannt, welches als RHD-Virus 2 bezeichnet wird. Erstmalig trat das Virus in Frankreich auf, hat sich aber in den letzten Jahren auf Österreich und Deutschland ausgebreitet und bereits zu Erkrankungen und Todesfällen geführt. Unsere bisherigen Impfstoffe gegen die „alte“ Variante schützen unsere Hauskaninchen nicht gegen das neue RHD-Virus 2.

Zum Glück steht uns seit letztem Jahr ein neuer Impfstoff zur Verfügung, der auch das RHD-Virus2 abdeckt. Da sich die Erkrankung rasant ausbreitet und immer mehr Todesfälle berichtet werden, raten wir zu einer jährlichen Impfung gegen RHD und RHD-2.

Wir beraten Sie gerne!

Immer wieder werden uns Hunde mit Vergiftungserscheinungen vorgestellt, die nicht durch typische Gifte (wie Rattengift, Schneckenkorn, Frostschutzmittel etc.), sondern durch alltägliche Lebensmittel ausgelöst wurden. Da viele dieser Lebensmittel für Hunde durchaus sehr schmackhaft sind, stellen sie eine große Gefahr dar.

Für viele giftige Substanzen gibt es kein spezifisches Gegenmittel. Daher ist es wichtig, bei Verdacht einer Vergiftung möglichst rasch einen Tierarzt aufzusuchen. Innerhalb von 2 Stunden nach der Aufnahme können wir anhand eines speziellen Medikamentes die Tiere erbrechen lassen. Damit findet schon ein Großteil der Elimination des Giftes aus dem Körper statt. Ist das nicht möglich, müssen diese Patienten symptomatisch therapiert werden. Dazu gehören die Behandlung der jeweiligen Symptome, wie zum Beispiel Erbrechen, Herz-Rhythmusstörungen, Krämpfe etc. Wichtig ist eine gleichzeitige ausreichende intravenöse Flüssigkeitszufuhr, um möglichst schnell die Giftstoffe aus dem Körper zu eliminieren.

Hier finden Sie einige der wichtigsten giftigen Lebensmittel für Hunde:

Kaffee: schon innerhalb von 2 Stunden nach Aufnahme kommt es zum Auftreten der ersten Symptome und kann zum Tod führen. Symptome sind hauptsächlich Unruhe, Schwäche, schwankender Gang, Zittern, Krämpfe, Erbrechen und Herzrhythmusstörungen bis hin zum Herz- und Atemstillstand.

Macadamianüsse: Diese sehr beliebten Nüsse führen zu Schwäche, Apathie, Zittern, Krämpfe und erhöhter Körpertemperatur (bis 40,5°C).

Rosinen und Weintrauben: 10-30g Weintrauben pro kg Körpergewicht und bei Rosinen schon 3g/kg Körpergewicht können toxische Symptome hervorrufen. Gefürchtet ist eine Vergiftung mit Weintrauben/Rosinen wegen der akuten Nierenschädigung, die dann zu einem tödlichen Nierenversagen führen kann.

Schoklade/Kakao: Der für Hunde giftige Inhaltsstoff ist Theobromin. Je dunkler die Schokolade, desto höher der Anteil an Theobromin. Weiße Schokolade enthält dagegen nahezu kein Theobromin. Die Hauptsymptome einer Vergiftung sind Erbrechen, aber vor allem neurologische Veränderungen (Zittern, Krämpfe, Schwanken) und Herzkreislauf-Störungen.

Xylit: Der sehr beliebte Ersatzstoff für Zucker ist hochtoxisch für unsere Vierbeiner. Er lässt den Insulinspiegel ansteigen, wodurch der Blutzucker rapide und dann lebensbedrohlich absinken kann. Gleichzeitig kann Xylit zu einem Leberversagen führen.

Zwiebel/Knoblauch: In jeder Form sind Zwiebeln und Knoblauch toxisch, sowohl roh, wie auch gekocht oder getrocknet.

Falls Sie Ihren Hund im Verdacht haben, giftige Substanzen aufgenommen zu haben, nehmen Sie so rasch wie möglich Kontakt zu Ihrem Tierarzt auf. Durch ein schnelles Handeln können wir vielen Vergiftungen entgegenwirken. Wichtig dabei ist die sehr zeitnahe tierärztliche Behandlung.

Parasiten bei Haustieren sind leider keine Seltenheit. Oft werden Vierbeiner in unserer Klinik vorstellig die von Parasiten befallen sind und an Haarausfall, Juckreiz oder offenen Stellen leiden. Bei Hund und Katze sind es meist Flöhe oder Milben welche ihnen zu schaffen machen.
Viele Patientenbesitzer sind erstaunt, wenn wir ihnen mitteilen, dass das eigene Tier einen Flohbefall hat. In der Regel schließen Tierbesitzer einen Befall mit Flöhen aus, wenn sie keine Krabbeltiere auf Ihrem Haustier entdecken konnten. Knapp 95% der Flöhe leben nicht auf unserem Haustier, sondern in der Umgebung – sprich in unserem Zuhause, weshalb die lästigen Plagegeister oft auf unserem Haustier nicht sichtbar sind. Die Flöhe leben überwiegend in Polstermöbeln wie Decken, Teppichen, Sofas, Betten,…

Ein geschlüpfter Floh ist innerhalb eines Tages geschlechtsreif und legt dann täglich zwischen 25 und 50 Eier auf dem Haustier ab. Von dort aus fallen die Eier zu Boden und verteilen sich im Haushalt. Aus diesen Eiern entwickelt sich nach einem bis sechs Tagen eine Larve. Diese Larve lebt meist in Teppichen, Möbel, Fußleisten oder anderen warmen Orten. Dort entwickelt sie sich in kurzer Zeit zu einer Puppe, aus welcher sich nach ca. 8 Tagen der fertig entwickelte Floh befreit. Ist der Floh geschlüpft, wartet er auf seinen Wirt (in diesem Fall das Haustier) auf welchen er durch Körperwärme, Bewegung und ausgeatmetes Kohlendioxyd angezogen wird.
Hat der Floh einen Wirt gefunden, beginnt er sofort Blut zu saugen und sorgt mit seinem ausgeschiedenen Kot für Nahrung für die nächsten Larven.
Es reicht also nicht, ein von Flöhen befallenes Haustier zu behandeln, sondern es muss der gesamte Haushalt gründlich gereinigt werden. Nur so kann ein Flohbefall optimal und erfolgreich bekämpft werden.

Wichtig bei einem Flohbefall ist zudem, das befallene Tier zu entwurmen, da Flöhe auch Bandwürmer übertragen.

FLOHSPEICHELALLERGIE
Die Flohspeichelallergie ist eine allergische Hautreaktion, die durch den Speichel der Flöhe ausgelöst wird. Sie ist gekennzeichnet durch einen hochgradigen Juckreiz, der dann zu schweren Hautveränderungen führen kann.
Bei Hunden ist eine Flohspeichelallergie äußert sich durch einen starken Juckreiz hauptsächlich im Rückenbereich, sowie in der Leisten- und Schwanzgegend. Anfangs sind meist nur kleine rote Knötchen auf der Haut zu erkennen. Durch das Kratzen, Benagen und Belecken entwickeln sich dann Krusten und entzündete Hautareale. Zusätzlich kann es zu einer bakteriellen Infektion der Haut und/oder eine Überwucherung mit Hefepilzen kommen. Bei länger bestehender Flohspeichelallergie treten dunkle Verfärbungen und Verdickungen der Haut, sowie haarlose Stellen auf.
Bei Katzen ist bei dieser Form der Allergie hauptsächlich die Gegend um die Schwanzwurzel und der Rückenbereich betroffen. Oft sehen wir aber auch Hautveränderungen am Bauch und am Hals. Die Hautveränderungen entsprechen denen des Hundes, wobei auch das Gesicht betroffen sein kann. Haarausfall, Krusten und Hautrötungen sind dabei vorherrschend. Auch leiden diese Patienten unter sehr starkem Juckreiz.

Wichtig zu wissen: Ein einziger Flohbiss kann bei einem allergischen Tier einen Juckreiz für bis zu 4 Wochen auslösen!

Aus aktuellem Anlass möchten wir über die Gefahr von fadenförmigen Fremdkörpern bei der Katze hinweisen.
Katze Kiara wurde uns Anfang Dezember in der Tierklinik vorgestellt. Zufällig hatte die Besitzerin beobachtet, dass Kiara mit einem Bindfaden und daran hängender Nähnadel spielte. Beim Versuch, ihr die Nadel wegzunehmen, verschluckte Kiara Nadel samt Faden. Die Besitzerin reagierte schnell und brachte die Katze zu uns in die Klinik. Unsere Tierärztin veranlasste sofort eine Röntgenaufnahme, auf der die Nadel im Magen zu sehen war.

Fadenförmige Fremdkörper (Schuh-, Geschenkbänder, Bindfaden, Wolle etc.) stellen eine sehr große Gefahr für Katzen dar. Sie spielen sehr gerne damit, wobei es immer wieder auch zum Verschlucken der Faden kommt. Dadurch kann es zu lebensbedrohlichen Darmverschlüssen kommen, wobei sich der Darm um den Faden „auffädelt“. Symptome sind dann plötzliches Erbrechen mit anfangs teilweise noch gutem Appetit. Der Zustand dieser Patienten verschlechtert sich aber rapide und oft ist dann nur noch eine Notoperation die lebensrettende Maßnahme. Wichtig dabei ist, möglichst rasch zu reagieren. Sollte Ihr Tier einen Faden verschluckt haben der noch in der Maulhöhle zu sehen ist, ziehen Sie keinesfalls am Faden!

Katze Kiara wurde stationär aufgenommen, um sie intensiv zu überwachen und im Notfall eingreifen zu können. Kiara hatte großes Glück im Unglück: Kiara hatte es geschafft, die Nadel über den gesamten Magen-Darmtrakt ohne Verletzungen auszuscheiden und konnte wieder nach Hause entlassen werden. Für Besitzerin und unser Team ein kleines Wunder 🙂