Immer wieder werden uns Hunde mit Vergiftungserscheinungen vorgestellt, die nicht durch typische Gifte (wie Rattengift, Schneckenkorn, Frostschutzmittel etc.), sondern durch alltägliche Lebensmittel ausgelöst wurden. Da viele dieser Lebensmittel für Hunde durchaus sehr schmackhaft sind, stellen sie eine große Gefahr dar.

Für viele giftige Substanzen gibt es kein spezifisches Gegenmittel. Daher ist es wichtig, bei Verdacht einer Vergiftung möglichst rasch einen Tierarzt aufzusuchen. Innerhalb von 2 Stunden nach der Aufnahme können wir anhand eines speziellen Medikamentes die Tiere erbrechen lassen. Damit findet schon ein Großteil der Elimination des Giftes aus dem Körper statt. Ist das nicht möglich, müssen diese Patienten symptomatisch therapiert werden. Dazu gehören die Behandlung der jeweiligen Symptome, wie zum Beispiel Erbrechen, Herz-Rhythmusstörungen, Krämpfe etc. Wichtig ist eine gleichzeitige ausreichende intravenöse Flüssigkeitszufuhr, um möglichst schnell die Giftstoffe aus dem Körper zu eliminieren.

Hier finden Sie einige der wichtigsten giftigen Lebensmittel für Hunde:

Kaffee: schon innerhalb von 2 Stunden nach Aufnahme kommt es zum Auftreten der ersten Symptome und kann zum Tod führen. Symptome sind hauptsächlich Unruhe, Schwäche, schwankender Gang, Zittern, Krämpfe, Erbrechen und Herzrhythmusstörungen bis hin zum Herz- und Atemstillstand.

Macadamianüsse: Diese sehr beliebten Nüsse führen zu Schwäche, Apathie, Zittern, Krämpfe und erhöhter Körpertemperatur (bis 40,5°C).

Rosinen und Weintrauben: 10-30g Weintrauben pro kg Körpergewicht und bei Rosinen schon 3g/kg Körpergewicht können toxische Symptome hervorrufen. Gefürchtet ist eine Vergiftung mit Weintrauben/Rosinen wegen der akuten Nierenschädigung, die dann zu einem tödlichen Nierenversagen führen kann.

Schoklade/Kakao: Der für Hunde giftige Inhaltsstoff ist Theobromin. Je dunkler die Schokolade, desto höher der Anteil an Theobromin. Weiße Schokolade enthält dagegen nahezu kein Theobromin. Die Hauptsymptome einer Vergiftung sind Erbrechen, aber vor allem neurologische Veränderungen (Zittern, Krämpfe, Schwanken) und Herzkreislauf-Störungen.

Xylit: Der sehr beliebte Ersatzstoff für Zucker ist hochtoxisch für unsere Vierbeiner. Er lässt den Insulinspiegel ansteigen, wodurch der Blutzucker rapide und dann lebensbedrohlich absinken kann. Gleichzeitig kann Xylit zu einem Leberversagen führen.

Zwiebel/Knoblauch: In jeder Form sind Zwiebeln und Knoblauch toxisch, sowohl roh, wie auch gekocht oder getrocknet.

Falls Sie Ihren Hund im Verdacht haben, giftige Substanzen aufgenommen zu haben, nehmen Sie so rasch wie möglich Kontakt zu Ihrem Tierarzt auf. Durch ein schnelles Handeln können wir vielen Vergiftungen entgegenwirken. Wichtig dabei ist die sehr zeitnahe tierärztliche Behandlung.

Parasiten bei Haustieren sind leider keine Seltenheit. Oft werden Vierbeiner in unserer Klinik vorstellig die von Parasiten befallen sind und an Haarausfall, Juckreiz oder offenen Stellen leiden. Bei Hund und Katze sind es meist Flöhe oder Milben welche ihnen zu schaffen machen.
Viele Patientenbesitzer sind erstaunt, wenn wir ihnen mitteilen, dass das eigene Tier einen Flohbefall hat. In der Regel schließen Tierbesitzer einen Befall mit Flöhen aus, wenn sie keine Krabbeltiere auf Ihrem Haustier entdecken konnten. Knapp 95% der Flöhe leben nicht auf unserem Haustier, sondern in der Umgebung – sprich in unserem Zuhause, weshalb die lästigen Plagegeister oft auf unserem Haustier nicht sichtbar sind. Die Flöhe leben überwiegend in Polstermöbeln wie Decken, Teppichen, Sofas, Betten,…

Ein geschlüpfter Floh ist innerhalb eines Tages geschlechtsreif und legt dann täglich zwischen 25 und 50 Eier auf dem Haustier ab. Von dort aus fallen die Eier zu Boden und verteilen sich im Haushalt. Aus diesen Eiern entwickelt sich nach einem bis sechs Tagen eine Larve. Diese Larve lebt meist in Teppichen, Möbel, Fußleisten oder anderen warmen Orten. Dort entwickelt sie sich in kurzer Zeit zu einer Puppe, aus welcher sich nach ca. 8 Tagen der fertig entwickelte Floh befreit. Ist der Floh geschlüpft, wartet er auf seinen Wirt (in diesem Fall das Haustier) auf welchen er durch Körperwärme, Bewegung und ausgeatmetes Kohlendioxyd angezogen wird.
Hat der Floh einen Wirt gefunden, beginnt er sofort Blut zu saugen und sorgt mit seinem ausgeschiedenen Kot für Nahrung für die nächsten Larven.
Es reicht also nicht, ein von Flöhen befallenes Haustier zu behandeln, sondern es muss der gesamte Haushalt gründlich gereinigt werden. Nur so kann ein Flohbefall optimal und erfolgreich bekämpft werden.

Wichtig bei einem Flohbefall ist zudem, das befallene Tier zu entwurmen, da Flöhe auch Bandwürmer übertragen.

FLOHSPEICHELALLERGIE
Die Flohspeichelallergie ist eine allergische Hautreaktion, die durch den Speichel der Flöhe ausgelöst wird. Sie ist gekennzeichnet durch einen hochgradigen Juckreiz, der dann zu schweren Hautveränderungen führen kann.
Bei Hunden ist eine Flohspeichelallergie äußert sich durch einen starken Juckreiz hauptsächlich im Rückenbereich, sowie in der Leisten- und Schwanzgegend. Anfangs sind meist nur kleine rote Knötchen auf der Haut zu erkennen. Durch das Kratzen, Benagen und Belecken entwickeln sich dann Krusten und entzündete Hautareale. Zusätzlich kann es zu einer bakteriellen Infektion der Haut und/oder eine Überwucherung mit Hefepilzen kommen. Bei länger bestehender Flohspeichelallergie treten dunkle Verfärbungen und Verdickungen der Haut, sowie haarlose Stellen auf.
Bei Katzen ist bei dieser Form der Allergie hauptsächlich die Gegend um die Schwanzwurzel und der Rückenbereich betroffen. Oft sehen wir aber auch Hautveränderungen am Bauch und am Hals. Die Hautveränderungen entsprechen denen des Hundes, wobei auch das Gesicht betroffen sein kann. Haarausfall, Krusten und Hautrötungen sind dabei vorherrschend. Auch leiden diese Patienten unter sehr starkem Juckreiz.

Wichtig zu wissen: Ein einziger Flohbiss kann bei einem allergischen Tier einen Juckreiz für bis zu 4 Wochen auslösen!

Aus aktuellem Anlass möchten wir über die Gefahr von fadenförmigen Fremdkörpern bei der Katze hinweisen.
Katze Kiara wurde uns Anfang Dezember in der Tierklinik vorgestellt. Zufällig hatte die Besitzerin beobachtet, dass Kiara mit einem Bindfaden und daran hängender Nähnadel spielte. Beim Versuch, ihr die Nadel wegzunehmen, verschluckte Kiara Nadel samt Faden. Die Besitzerin reagierte schnell und brachte die Katze zu uns in die Klinik. Unsere Tierärztin veranlasste sofort eine Röntgenaufnahme, auf der die Nadel im Magen zu sehen war.

Fadenförmige Fremdkörper (Schuh-, Geschenkbänder, Bindfaden, Wolle etc.) stellen eine sehr große Gefahr für Katzen dar. Sie spielen sehr gerne damit, wobei es immer wieder auch zum Verschlucken der Faden kommt. Dadurch kann es zu lebensbedrohlichen Darmverschlüssen kommen, wobei sich der Darm um den Faden „auffädelt“. Symptome sind dann plötzliches Erbrechen mit anfangs teilweise noch gutem Appetit. Der Zustand dieser Patienten verschlechtert sich aber rapide und oft ist dann nur noch eine Notoperation die lebensrettende Maßnahme. Wichtig dabei ist, möglichst rasch zu reagieren. Sollte Ihr Tier einen Faden verschluckt haben der noch in der Maulhöhle zu sehen ist, ziehen Sie keinesfalls am Faden!

Katze Kiara wurde stationär aufgenommen, um sie intensiv zu überwachen und im Notfall eingreifen zu können. Kiara hatte großes Glück im Unglück: Kiara hatte es geschafft, die Nadel über den gesamten Magen-Darmtrakt ohne Verletzungen auszuscheiden und konnte wieder nach Hause entlassen werden. Für Besitzerin und unser Team ein kleines Wunder 🙂

2019 neigt sich dem Ende zu. Wieder ist ein Jahr vergangen, an dem wir viele Tierbesitzer und Ihre Vierbeiner begleitet und betreut haben. Es war ein Jahr voller Freude, Spaß, Glücksmomente und leider auch Abschiede.

Wir möchten uns bei all unseren Kunden bedanken die uns auch in diesem Jahr wieder Ihr Vertrauen geschenkt haben und uns Ihre Lieblinge anvertraut haben.

Allen Zwei- und Vierbeinern wünschen wir einen guten, stressfreien Rutsch und viel Freude und Gesundheit im neuen Jahr. Wir freuen uns, dass wir auch 2020 Mensch und Tier mit Rat und Tat zur Seite stehen dürfen.

Weihnachten mit Vierbeinern 🎄


Weihnachten steht vor der Tür, die meisten Haushalte sind mit funkelnder, glitzernder Weihnachtsekoration geschmückt und aus den Küchen duften die selbstgebackenen Kekse.Damit Sie und Ihre Vierbeiner die Advents- und Weihnachtszeit genießen können, sollten Sie ein paar Dinge beachten:


Gerade glitzernde Weihnachtsdekorationen sind für Katzen unheimlich interessant. Vor allem Lametta, Engelshaar und Geschenkbänder haben es den Stubentigern angetan. Nicht selten verschlucken sie beim Spielen Teile davon. Das stellt unter Umständen eine lebensbedrohliche Situation dar, die oft nur mit einer Operation behoben werden kann. Auch der gerade zu dieser Jahreszeit sehr beliebte Weihnachststern ist giftig für Katzen, ebenso wie Lilien.


Kekse und Schokolade gehören einfach zur Adventszeit. Nicht nur uns verlocken sie zum Naschen, auch viele Hunde sind von den Leckereien angetan. Allerdings führt das in Kakao enthaltene Theobromin Hunden (und auch Katzen) zu Vergiftungserscheinungen und kann im schlimmsten Fall tödlich enden.


Derzeit immer beliebter wird Xylit bzw. Birkenzucker als Zuckerersatz in Kuchen, Keksen, aber auch in Kaugummis, Bonbons, Zahnpaste etc. Für Hunde, Frettchen und Kaninchen ist Xylit allerdings toxisch (für Katzen hingegen ungefährlich).Xylit führt zu einem schnellen Anstieg von Insulin und damit zu einem rapiden Blutzuckerabfall. Gleichzeitig kommt es zur Schädigung der Leberzellen.


Haben Sie ihr Haustier im Verdacht, etwas davon aufgenommen zu haben, wenden Sie sich bitte sofort an Ihren Tierarzt.
Wir wünschen Ihnen und Ihren vierbeinigen Lieblingen eine entspannte und besinnliche Vorweihnachstzeit!

Notfälle erkennen und richtig handeln

Nicht nur bei Menschen, sondern auch bei Hunden kann im Notfall Erste Hilfe geleistet werden.

In unserem Kurs werden folgende Themen behandelt:
• Erkennen von Krankheiten und Notfällen
• Erstversorgung von Verletzungen
• Frakturen und Gelenkverletzungen
• Schnittverletzungen
• Vergiftungen
• Gefahr durch Kälte und Hitze
• Erbrechen und Durchfall
• Fremdkörper
• Reanimation

Anmeldungen bitte ausschließlich per Mail an office@tierklinik.at oder telefonisch während der Ordinationszeiten unter +43.5522.44264 oder direkt an der Rezeption.
Die Kosten für die Teilnahme belaufen sich auf € 25 pro Person inklusive Teilnahmebestätigung.

https://www.facebook.com/events/1306859096139205

Bei uns werden in letzter Zeit sehr viele Fundkatzen vorgestellt die von Zuhause entwischt sind, sich verirrt haben oder nach einem Unfall zu uns gebracht werden. Ist das Tier gechippt und registriert, können wir den Besitzer kontaktieren und der Vierbeiner kann innerhalb kürzester Zeit wieder abgeholt werden. Oft ist es jedoch so, dass wir die Besitzer nicht ausfindig machen können und die Tiere ans Tierheim übergeben werden müssen.

Besonders tragisch ist es wenn Katzen verunfallt sind oder bereits verstorben zu uns gebracht werden. Durch einen Chip haben Sie als Tierbesitzer mehr Sicherheit, dass Sie im Notfall kontaktiert werden können.

Im Gegensatz zu Katzenbesitzern, sind Hundebesitzer gesetzlich dazu verpflichtet Ihre Vierbeiner zu chippen und zu registrieren. Deshalb ist die Kennzeichnung von Katzen mittels Mikrochip eher eine Seltenheit. Wir empfehlen dennoch, jede Freigängerkatze chipen und registrieren zu lassen.

Wir beraten Sie gerne rund um dieses Thema.

Der erste Tierarztbesuch ist nicht nur für Frauchen und Herrchen, sondern vor allem für den vierbeinigen Liebling eine neue, aufregende Erfahrung. Damit der erste Kontakt der jungen Hunde mit unserer Klinik mit vielen positiven Erlebnissen verknüpft wird, veranstalten wir regelmäßig unsere „Puppy Party“. Hier haben Welpen und Ihre Besitzer die Möglichkeit, unsere Tierklinik in einer ruhigen Atmosphäre und auf positive Art kennenzulernen.

Die „Puppy Party“ findet am Mittwoch, den 31.07.2019 um 13:30 Uhr statt. Teilnehmen dürfen alle Hunde bis zu einem maximalen Alter von 6 Monaten. Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl bitten wir um Anmeldung (mit Name und Telefonnummer) bis spätestens 29.07.2019 per Mail an office@tierklinik.at oder telefonisch während unserer Ordinationszeiten.

Mimmi wurde zu uns überwiesen um die Blasensteine (siehe Bild) operativ entfernen zu lassen.

Die Enstehung von Blasensteinen bei Hunden kann durch verschiedene Faktoren ausgelöst bzw. begünstigt werden. Dazu gehören unter anderem der Mineralstoffgehalt im Hundefutter, eine geringe Flüssigkeitsaufnahme, Infektionen der Harnwege sowie die genetische Veranlagung.
Die Symptome machen sich meist erst ab einer gewissen Größe der Blasensteine bemerkbar. Oft fällt den Besitzern auf, dass der Hund häufiger uriniert und dabei aber nur kleine Mengen Harn absetzen kann. Zudem ist der Urin oft blutig verfärbt.

Die 5-jährige Hündin Mimmi wurde in unsere Klinik überwiesen, da Sie mehrere kleine und einen großen Blasenstein hatte. Diese sind auf dem Röntgenbild (siehe 2. Bild) eindeutig zu erkennen. Mimmi leidet an Epilepsie und ist daher ein Risikopatient für eine längere Narkose. In unserer Klinik werden alle Patienten während der Narkose von unseren Anästhesistinnen überwacht. Zudem werden mit unseren modernen Geräten alle Vitalparameter (EKG, Sauerstoff, Atmung, CO2, Blutdruck,…) ständig kontrolliert.

Mimmi hat die Operation gut überstanden und durfte wenige Stunden nach der Operation schon wieder in die häusliche Pflege entlassen werden. Wir wünschen Mimi alles Gute.

Bei der Leptospirose handelt es sich um eine Zoonose, also um eine Krankheit, die vom Hund auf den Menschen übertragen werden kann. Leptospiren werden von Nagetieren – vor allem von infizierten Ratten und Mäusen – ausgeschieden. Eine Ansteckung des Hundes und des Menschen erfolgt dann durch den Kontakt mit infektiösem Urin der kranken Nager. In erster Linie lauert die Gefahr in stehenden Gewässern und Pfützen, bei denen sich der Hund durch trinken oder baden anstecken kann.

Die ersten Symptome treten einige Tage nach der Infizierung auf. Die Krankheitszeichen sind nicht spezifisch, sondern variieren von Hund zu Hund. Von Inappetenz, Erbrechen, Fieber und , Trägheit reichen die Symptome bis hin zu Gelbsucht, schweren Schäden im Magen-Darm-Trakt und Nierenversagen. Vor allem bei ungeimpften Tieren kann die Krankheit in kurzer Zeit tödlich verlaufen.

Der einzige Schutz vor der Leptospirose bietet die Impfung. Nach der Grundimmunisierung (Zwei Impfungen im Abstand von 4 Wochen) wird die Impfung jährlich aufgefrischt. Zusätzlich empfehlen wir, dass Sie Ihre Hunde nicht aus stehenden Gewässern und Pfützen trinken lassen.

Falls Sie weitere Fragen rund um das Thema Leptospirose und Impfen haben, beraten wir Sie gerne.