Die Niere ist ein bohnenförmiges Organ, welches im Körper gleich mehrere Aufgaben übernimmt. Neben der Entgiftung des Körpers und der Steuerung des Wasserhaushalts, wird in der Niere auch der Harn gebildet bzw. konzentriert. Sind die Nieren geschädigt, kommt es daher zu gravierenden Folgen für die Gesundheit der Katze .

Circa 80% aller Katzen entwickeln im Seniorenalter eine sogenannte chronische Nierenerkrankung (CNE). Die Erkrankung verläuft schleichend, weshalb Symptome erst sehr spät erkennbar auftreten. Erst wenn die Nieren bereits zu 65% bis 75% geschädigt sind, zeigen die Katzen Krankheitsanzeichen. Diese reichen von vermehrter Trinkmenge und häufigerem Harnabsatz über Gewichtsverlust, Appetitlosigkeit, Übelkeit bis hin zu Erbrechen, Mattheit und übelriechendem Atem.

Wenn die Nieren in Ihrer Funktion eingeschränkt sind, kann das Organ seine Aufgaben nicht mehr voll erfüllen. Das heißt, dass die Nieren überlastet sind und schädliche Stoffe nicht mehr ausreichend Filtern und abtransportieren können. Im Körper steigt die Harnstoff- und Kreatininkonzentration an, was bedeutet, dass sich der Körper sozusagen von innen vergiftet. Bereits geschädigtes Nierengewebe kann sich nicht mehr erholen. Die chronische Nierenerkrankung ist eine Krankheit, welche nicht gestoppt, aber deren Verlauf durch eine geeignete Fütterung und tierärztliche Therapie verlangsamt werden kann.

Das Tückische an einer Nierenerkrankung ist, dass die Anzeichen der Tiere erst sehr spät erkennbar sind. Deshalb ist es umso wichtiger, ältere Tiere mindestens einmal Jährlich einem Gesundheitscheck zu unterziehen. Bei Anzeichen für eine Nierenerkrankungen kann der Tierarzt weitere Untersuchungen durchführen und gegebenenfalls eine nötige Therapie starten.

Die Funktion der Nieren wird mittels einer Blut- sowie Urinuntersuchung überprüft. Dabei geben mehrere Parameter (SDMA, Kreatinin, Harnstoff, Phosphor…) Auskunft darüber, wie gut die Nieren derzeit arbeiten. Bei manchen Patienten kann eine weitere Untersuchung z.B. mittels Ultraschall nötig sein.

Die geeignete Therapie eines Nierenpatienten hängt immer davon ab, in welchem Stadium der Erkrankung sich der Patient befindet. Je früher die Erkrankung diagnostiziert wird, umso besser die Behandlungsmethoden.

In einem Frühen Stadium ist vor allem die Futtermittelumstellung ein wesentlicher Aspekt. Nierenpatienten benötigen ein Futter mit wenig Phosphor sowie hochwertigem Eiweiß. Deshalb sollte bei Nierenpatienten auch auf Leckerlis verzichtet werden. Neben der geeigneten Fütterung spielt die Wasseraufnahme auch eine große Rolle. Um das Trinkmanagement zu verbessern, gibt es bei Hund und Katze einige Tipps, mit denen man die Wasseraufnahme gezielt steigern kann.

Bei Patienten bei denen die Nierenschädigung schon stark fortgeschritten ist, sind in der Regel intensive Therapiemaßnahmen wie Dauertropfinfusionen und somit stationäre Aufenthalte unumgänglich. Bei allen Patienten mit CNE ist es wichtig, dass diese engmaschig tierärztlich kontrolliert und begleitet werden.

Da die CNE bei Katzen zu einer der häufigsten Erkrankungen zählt, empfehlen wir jedem Tierbesitzer, seinen Vierbeiner mindestens einmal jährlich beim Tierarzt für einen Gesundheitscheck vorzustellen.

Derzeit erreichen die Temperaturen wieder Spitzenwerte. Doch nicht nur wir kämpfen mit der Hitze, sondern auch unsere Vierbeiner. Deshalb möchten wir – alle Jahre wieder – auf die Gefahren für unsere Tiere hinweisen:

– Überanstrengen Sie den Hund nicht. Fahrradfahren oder Ballspielen in der Sonne sind auch für Hunde eine enorme körperliche Belastung. Auf diese Aktivitäten sollte deshalb bei heißen Temperaturen gänzlich verzichtet werden.
– Meiden Sie direkte Sonne. Schaffen Sie für Ihre Vierbeiner schattige Plätze an denen sie sich ausruhen und abkühlen können
– Da Hunde nur sehr wenige Schweißdrüsen besitzen und Ihre Temperatur über das Hecheln regulieren, empfehlen wir, Gassirunden in der Mittagshitze zu vermeiden und die ausgiebigen Spaziergänge auf die frühen Morgenstunden oder den Abend zu verlegen.
– Meiden Sie Asphalt. Geteerte Flächen können sich in der Sonne innerhalb von Minuten auf bis zu 60°C erhitzen und selbst im Schatten hohe Temperaturen erreichen. Diese sind auch für Hundepfoten gefährlich und können in kurzer Zeit zu Brandblasen oder gar schweren Verbrennungen führen. Wir raten deshalb, die Spaziergänge in der Sommerzeit auf Wald oder Wiesen zu verlegen und Laufen auf dem Asphalt gänzlich zu vermeiden.
– Obwohl es bereits jeder wissen sollte kann es nie oft genug gesagt werden: Lassen Sie Ihren Vierbeiner niemals im Auto. Auch nicht für kurze Zeit. Selbst wenn das Fahrzeug im Schatten steht und die Fenster etwas geöffnet sind, wird das Auto innerhalb von Minuten zur Todesfalle. Deshalb möchten auch wir appellieren: Lassen Sie Tiere und Menschen niemals im Auto zurück!

Viele Katzenbesitzer kennen es: Eigentlich sollte die Katze mal wieder gebürstet werden, aber der Vierbeiner wehrt sich mit Krallen und Zähnen gegen das lästige Prozedere. Meist schaffen es Frauchen oder Herrchen noch den Rücken zu kämmen, bevor der Geduldsfaden der Katze reißt und sie sich aus dem Staub macht. Die Folge davon: Verfilzungen am ganzen Körper.

Die kleinen Fellknötchen beginnen meist an den Stellen, an denen sich die Katzen kaum oder gar nicht bürsten lassen wie z.B. an der Brust, in den Achseln oder zwischen den Hinterbeinen.

Wo anfangs noch kleine Knötchen sind, entstehen in kurzer Zeit großflächige Verfilzungen, die für die Katze schnell unangenehm werden können. Sind die Fellknoten zu groß, zieht es die Haare immer mehr zusammen und reißt diese kontinuierlich aus der Haut. Mit der Zeit entsteht so ein ganzer Filzteppich, der verhindert, dass genügend Luft an die Haut gelangt. Dies ist nicht nur äußerst unangenehm für die Katze, sondern kann auch die Haut schädigen.

Damit es gar nicht so weit kommt, empfehlen wir, Katzen regelmäßig zu bürsten. Wie oft der Stubentieger gebürstet werden sollte hängt von der Länge und Struktur des Fells ab. Zudem verfilzen Freigängerkatzen meist schneller als Hauskatzen, da bei Regen, Nässe und Schmutz das Fell schneller verknotet. Katzen müssen von Kindesalter darauf trainiert werden sich bürsten zu lassen. Deshalb empfehlen wir jedem Katzenhalter, das Bürsten von Anfang an zu trainieren und positiv zu bestärken.

Bei der Fellpflege ist es vor allem wichtig, das passende Werkzeug zu verwenden. Nicht jede Bürste ist für jede Katze geeignet, sondern muss der Fellstruktur und Länge angepasst werden. Kurzhaarkatzen mit wenig Unterwolle benötigen meist nur einen Kamm für das Deckhaar. Bei Katzen mit langem Fell und dichter Unterwolle sollte ein Fellmesser verwendet werden.

Ist das Fell der Katze bereits dicht verfilzt, können die Knoten mit einer Bürste nicht mehr entfernt werden, sonder müssen mit einem dafür geeigneten Rasierer entfernt werden.

Bitte entfernen Sie Verfilzungen die bis auf die Haut ragen niemals mit einer Schere!

Wir haben pro Woche mehrere Katzen, die so stark verfilzt sind, dass sie am ganzen Körper geschoren werden müssen. Diese Rasur erfolgt in der Regel in Sedierung, da das fixieren der Katze während der Rasur und der Zug auf der Haut unangenehm sind und zu Stress führen.

Auf dem Bild der Katze vor der Rasur sind die Verfilzungen äußerlich kaum zu erkennen. Auf dem Video sieht man allerdings deutlich, dass sich das gesamte Fell der Katze bereits zu einem dichten Teppich verknotet hat. Einzelne Hautstellen zeigen die typischen Veränderungen die sich unter der dicken Fellschicht bilden. Die Katze wurde von uns komplett rasiert und fühlt sich nun um einiges wohler.

Falls Sie für Ihre Katze einen Termin zur Entfernung der Fellknoten benötigen, können Sie sich gerne telefonisch unter +43.5522.44264 oder per Mail unter office@tierklinik.atbei uns melden und wir vereinbaren einen Termin bei unserer Frisörin. Gerne beraten wir Sie auch rund um dieses Thema und finden gemeinsam mit Ihnen die passenden Utensilien für die Fellpflege Ihres Vierbeiners.

Die Parasitensaison hat wieder begonnen. Aufgrund des kurzen und milden Winters, haben viele Zecken überlebt und sind bereits auf unseren Vierbeinern zu finden. Dieses Jahr konnten wir beobachten, dass die Zecken besonders früh und vor allem in großer Anzahl aktiv sind.

Noch immer hält sich das Gerücht aufrecht, dass sich der Großteil der Zecken im Wald befindet. Die lästigen Plagegeister sind – zum Leidwesen unserer Haustiere – vor allem auf Wiesen, an Wegrändern und in Wäldern zu finden. Unabhängig davon gibt es Gebiete, in denen Zecken gehäuft auftreten, und Orte, an denen kaum welche zu finden sind. Hundebesitzer kennen dieses Phänomen: Beim Morgenspaziergang ist keine Zecke zu finden, beim Abendspaziergang wuselt es regelrecht auf dem Hund. Ob viele Zecken anbeißen, hat auch mit den Eigenschaften des Tieres wie zum Beispiel der Fellfarbe zu tun.

Die Krabbeltiere sind nicht nur unappetitlich und lästig, sondern können vor allem auch Krankheiten wie Ehrlichiose, Anaplasmose und Borreliose übertragen, die für unsere tierischen Lieblinge gefährlich werden können. Umso wichtiger ist es, Hund und Katze mit einer wirkungsvollen Prophylaxe zu schützen. Dazu stehen unterschiedliche Präparate zur Verfügung, die der jeweiligen Lebenssituation des Tieres angepasst werden können:

Halsbänder bieten vor allem bei Auslandsaufenthalten einen geeigneten Schutz, sind aber für Tiere, die gerne baden, nicht empfehlenswert. Aufgrund der Strangulierungsgefahr raten wir dringend davon ab, Halsbänder bei Katzen zu verwenden.

Spot-on Präparate sind sehr beliebt und haben den Vorteil, dass einige dieser Präparate auch eine repellierende (abschreckende) Wirkung gegen Parasiten haben. Die Zecken beißen also gar nicht erst an.

Auch Tabletten gegen Zecken sind erhältlich. Diese haben den Vorteil, dass die Wirkung bei Tieren die gerne und oft baden nicht vermindert wird und die Wirkstoffe nicht in die Gewässer gelangen.

Viele Tierbesitzer greifen auch gerne auf natürliche Mittel zurück. Aktuell existieren keine Studien, die eine zuverlässige Wirkung dieser Mittel bestätigen. Bei der Verwendung von natürlichen Substanzen für die Zeckenprophylaxe ist jedoch auch Vorsicht geboten: Viele der Produkte zu denen auf diversen Internetplattformen geraten wird (beispielsweise diverse ätherische Öle wie Teebaumöl, Knoblauch) sind für Hund und/oder Katze giftig! Hierbei kann es trotz der Verwendung eines Naturproduktes zu Gesundheitsschäden für das Tier kommen.

Grundsätzlich gilt: Das geeignete Präparat muss immer an die Lebensumstände des Tieres angepasst werden. Die Wirksamkeit von einem Präparat kann bei zwei unterschiedlichen Tieren aufgrund der Gegebenheiten (Tier lebt in einem Gebiet mit vielen Zecken, Tier badet gerne,…) unterschiedlich sein. Deshalb gilt: Sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt um das ideale Präparat für Ihren Vierbeiner zu finden.

Wichtig ist, dass Präparate zur Parasitenprophylaxe immer der Tierart angepasst werden müssen. Es darf NIEMALS ein Produkt zwischen Katze und Hund getauscht werden. Dies kann für das Tier lebensbedrohliche Folgen haben!

Wir empfehlen Ihnen, trotz Parasitenschutz Ihren Vierbeiner täglich nach Zecken abzusuchen.

Gerne beraten wir Sie rund um das Thema Parasiten und finden gemeinsam mit Ihnen den passenden Schutz für Ihre Vierbeiner.

Jetzt beginnt sie wieder, die Zeit der Nestlinge und Ästlinge. Die Vogeleltern haben alle Hände voll zu tun, um die hungrigen Mäuler zu stopfen. Häufig finden Spaziergänger einen – vermeintlich- verlassenen kleinen Vogel und nehmen ihn mit nach Hause. Um einschätzen zu können, ob der Jungvogel tatsächlich menschliche Hilfe benötigt, ist es wichtig, einen Ästling von einem Nestling unterscheiden zu können und einige weitere Dinge zu beachten.

Ein Nestling ist ein unbefiederter Jungvogel, der außerhalb des Nestes liegt. Bei Nestlingen ist es ratsam, sie aus dem Gefahrenbereich (Straße, Radweg..) zu nehmen und rasch wieder in sein elterliches Nest zurückzusetzen. Es stellt kein Problem für die weitere Akzeptanz der Elterntiere dar, wenn Sie den Nestling berühren.

Ästlinge hingegen sind voll befiederte Jungvögel. Sie sitzen am Boden, nachdem sie ihre ersten Flugversuche aus dem Nest hinter sich gebracht haben. Sie werden noch einige Tage von ihren Eltern am Boden gefüttert und machen durch laute Rufe auf sich aufmerksam. Einen unverletzten Ästling sollten Sie auf keinen Fall mitnehmen, denn nur so kann er sich auf seinen Start ins Leben vorbereiten. Sie können den Ästling eine Weile (bis zu zwei Stunden) beobachten, um sicherzustellen, dass er von den Eltern gefüttert wird. Achten Sie allerdings auf einige Meter Entfernung, um die Altvögel nicht zu stören.

Generell gilt, dass Wildtiere in Österreich geschützt sind. Jede Entnahme aus der freien Natur ist daher prinzipiell untersagt. Dies gilt auch für verwaiste Jungvögel, verletzte oder kranke Tiere.
Gesetzlich sind Sie verpflichtet, das Wildtier an Ort und Stelle zu belassen und zu beobachten.
Wenn bei einem Nestling das Nest nicht ausfindig gemacht werden kann oder ein Jungvogel offensichtlich verletzt ist, können Sie sich mit uns in Verbindung setzen. Beachten Sie allerdings, dass Sie ab dem Zeitpunkt, in dem Sie das Tier aus der Natur nehmen, dafür verantwortlich sind. Weder die Tierrettung, noch wir in der Tierklinik können Sie aus dieser Verantwortung entlassen und die Vögel aufnehmen und aufziehen. Die Aufzucht eines Wildvogels erfordert viel Sachkenntnis und Arbeit, gleichzeitig ist die Gefahr der Fehlprägung auf den Menschen groß und oft bleibt der Versuch leider erfolglos.

Die besten Überlebenschancen haben Jungvögel in der Obhut der Elterntiere. Daher möchten wir an alle appellieren: Bitte unverletzte Wildvögel nicht mit nach Hause nehmen!

Wie jedes Jahr stellen wir auch dieses Jahr wieder unseren Leitfaden zur Verfügung. Mit diesem können Sie schnell herausfinden, ob ein Vogel auf Ihre Hilfe angewiesen ist.

Für weitere Fragen und Beratungen sind wir gerne für Sie da.

Jetzt im Frühling werden die Temperaturen zunehmend milder und damit steigt auch wieder die Gefahr der Infektion mit Leptospiren bei unseren Hunden. Wir wollen Ihnen einen kleinen Überblick über diese potentiell tödliche Infektion geben und wie Sie Ihren Vierbeiner davor schützen können.

Was ist die Leptospirose?
Dabei handelt es sich um eine Erkrankung, die von Bakterien, den Leptospiren, hervorgerufen werden. Sie werden in unterschiedliche Stämme unterteilt.

Wie kann sich mein Hund infizieren?
Vor allem Wildnager wie Mäuse, Ratten,… beherbergen diese Bakterien, scheiden sie über den Harn aus und kontaminieren damit die Umgebung. Anstecken können sich unsere Hunde dann über infizierte Oberflächengewässer, also vor allem über Lacken und stehende Gewässer. Sie dringen über verletzte Hautstellen oder die Schleimhäute in den Körper ein. Da es sich um eine Zoonose handelt, kann sich auch der Mensch mit diesen Bakterien infizieren.

Welche Symptome zeigen erkrankte Hunde?
Die ersten Symptome treten einige Tage nach der Infizierung auf. Nach erfolgter Infektion kommt es zu schweren Nieren- und Leberschädigungen. Die Krankheitszeichen sind nicht spezifisch, sondern variieren von Hund zu Hund. Wir sehen immer wieder Blutgerinnungsstörungen, Lungenblutungen, Mattigkeit, Fieber, Erbrechen und Husten. Oft ist der Verlauf der Erkrankung schwer und leider versterben auch immer wieder Tiere – trotz intensiver Therapiemaßnahmen. Vor allem bei ungeimpften Tieren kann die Krankheit in kurzer Zeit tödlich verlaufen.

Wie kann diese Erkrankung nachgewiesen werden?
Die Bakterien lassen sich im Blut und im Urin nachweisen.

Wie sieht die Therapie aus?
Da infizierte Hunde in der Regel schwer krank sind, ist eine intensive Therapie notwendig. Sie müssen stationär aufgenommen werden, um adäquat versorgt zu werden. Dabei spielen die Gabe eines speziellen Antibiotikums, sowie unterstützende Maßnahmen (wie Dauertropfinfusionen, symptomatische Therapie etc.) eine entscheidende Rolle, um die Nieren- und Leberfunktion aufrecht zu erhalten. In manchen Fällen kann das Nierenversagen allerdings so schwer sein, dass eine Dialyse für das Überleben der Patienten notwendig wird.

Wie gefährlich ist diese Erkrankung?
Trotz Intensivmaßnahmen können Hunde an der Leptospirose versterben. Auch nach Überstehen der Erkrankung können bleibende Nieren- und/oder Leberschäden zurückbleiben. Daher ist sie in unserer Gegend eine ernstzunehmende Erkrankung.

Wie kann ich meinen Hund vor der Infektion schützen?
Eine Impfung kann vor einer Erkrankung schützen. Um einen guten Impfschutz zu gewährleisten, sollten Hunde, die ins Freie gehen vor der Hauptinfektionszeit, also am besten im Frühjahr, geimpft werden. Da es viele verschieden Stämme der Leptospiren gibt, ist es von Vorteil einen Impfstoff zu verwenden, der möglichst viele Stämme enthält.

Wenn Sie weitere Fragen rund um das Thema Leptospirose und Impfen haben, beraten wir Sie gerne.

Magendrehung Hund

Die Magendrehung beim Hund ist eine sehr ernst zunehmende Erkrankung, die ein rasches Handeln erfordert.

Ursachen:

Die genaue(n) Ursache(n) diese Erkrankung sind nicht eindeutig geklärt. Einmalige Fütterung (von großen Portionen) und Bewegung nach der Futteraufnahme sollen begünstigende Faktoren für eine Magendrehung darstellen.

Am häufigsten betroffen sind Hunde einer mittelgroßen oder großen Rasse mit einem tiefen Brustkorb, wie zum Beispiel Deutsche Doggen, Irische Wolfshunde, Schäferhunde, Irish Setter, Berner Sennenhunde, Weimaraner, Königspudel, Dobermann, Rottweiler u.ä. Außerdem können auch Mischlinge dieser Rassen betroffen sein.

Klinik:

Die Magendrehung beim Hund ist ein absoluter Notfall. Die betroffenen Tiere zeigen Unruhe, Speicheln, Würgen und unproduktives Erbrechen (d.h. sie versuchen zu Erbrechen, aber ohne Erfolg). Sie entwickeln zusätzlich einen tonnenförmigen, aufgedunsenen Bauch. Je länger der Zustand besteht, umso kritischer ist diese Erkrankung und kann auf Grund des Kreislaufschockes auch zum akuten Versterben des Tieres führen.

Therapie:

Falls Sie bei Ihrem Tier oben genannte Symptome beobachten, bitte sofort den nächstgelegenen Tierarzt anrufen und so schnell wie möglich vorstellig werden.

Bestätigt wird die Magendrehung anhand der klinischen Untersuchung und eines Röntgenbildes.

Da viele Tiere bereits in einer Kreislaufschocksituation sind, werden sie mit Infusionen und Schmerzmitteln erstversorgt, um sie für eine lebensnotwendige Operation vorzubereiten. Die Operation ist zur Behandlung einer Magendrehung unumgänglich. Der Magen wird in der Operation wieder „zurückgedreht“ und an der Bauchwand fixiert, um eine erneute Drehung zu verhindern.

Hat der Patient die Operation gut überstanden, bleibt er in der Regel noch ein paar Tage zur stationären Überwachung, da es nach der OP noch zu Komplikationen kommen kann (vor allem Herzrhythmusstörungen).

Wichtig ist, dass bei einer Magendrehung schnell reagiert wird. Nehmen Sie bei Beobachten der Symptome umgehend mit einem nahegelegenen Tierarzt Kontakt auf.

Aus aktuellem Anlass möchten wir erneut darauf hinweisen, wie wichtig es ist, seine Katze chippen zu lassen!

Alleine diese Woche wurden uns drei Fundkatzen gebracht von denen wir nur bei einer dank Facebook den Besitzer ausfindig machen konnten. Die anderen zwei Katzen wurden von einem Auto angefahren und von aufmerksamen Findern verletzt zu uns gebracht. Da keines der Fundtiere gechippt war, konnten wir die Besitzer im Ernstfall nicht erreichen. Auf Grund des Unfalls befanden sich zwei Katzen in einem kritischen Zustand und wurde von unserem Team erstversorgt und stabilisiert. Gerade in solchen Situation ist es wichtig, den Besitzer schnellstmöglich zu erreichen.

Es werden auch immer wieder Tiere zu uns gebracht die bereits verstorben gefunden wurden. Auch hier ist es die Regel, dass die Katzen nicht gechippt sind. Nur in seltenen Fällen ist die Katze gechippt und wir können den Besitzer kontaktieren.

Das Chippen einer Katze gehört zur täglichen Routine. Ein Mikrochip hat die Größe eines Reiskorns und wird unter die Haut im Bereich der linken Halsseite implantiert. Die Katzen tolerieren das Setzen des Chips ohne Narkose. Im Gegensatz zu Hunden ist das Chippen der Katzen keine Pflicht in Österreich, aber allen Katzenbesitzern anzuraten.

Braucht mein Vierbeiner eine Zahnreinigung?

Das Thema Mund- und Zahnhygiene gerät bei unseren Vierbeinern leider oft in den Hintergrund. Immer wieder werden uns Tiere vorgestellt, deren Gebiss sich in einem schlechten Zustand befindet. Auch Tiere leiden unter Zahnschmerzen, welche sich jedoch oft erst spät beim Tierbesitzer bemerkbar machen.

Im Maul von Hunden und Katzen bildet sich aus den anfänglichen Ablagerungen (Plaque) in relativ kurzer Zeit harter Zahnstein auf den Zähnen. Dieser sitzt so fest auf dem Zahn und unter dem Zahnfleischrand, dass er sich durch beispielsweise Kauartikel oder Zähneputzen nicht mehr entfernen lässt. Wird der Zahnstein jedoch nicht rechtzeitig entfernt, kann dies zu Zahnfleischentzündungen und lockeren Zähnen bis hin zum Zahnverlust führen. Starke Entzündungen sind dabei die Folge, welche nicht nur Mundgeruch und Schmerzen auslösen, sondern sich auch auf die allgemeine Gesundheit Ihres Tieres negativ auswirken kann. So können die zahlreichen, im Zahnstein befindlichen Bakterien auch über das Blut in andere Organe gelangen und z.B. an der Herzklappe anlagern. Bereits vor der Maul- und Zahnreinigung sollte in der Regel eine Antibiotikagabe stattfinden. Deshalb bitten wir Sie, sich bei Auffälligkeiten im Maul Ihres vierbeinigen Lieblings bei uns zu melden, um einen Untersuchungstermin zu vereinbaren.

Damit es gar nicht erst zu solchen Auswirkungen kommen kann empfehlen wir, Ihr Tier mindestens einmal jährlich für einen Gesundheitscheck bei uns in der Tierklinik vorzustellen. Wichtig ist selbstverständlich auch, dass das Gebiss des Vierbeiners vom Tierbesitzer selbst regelmäßig kontrolliert wird und bei Problemen (starker Mundgeruch, erschwerte Futteraufnahme, Reiben der Wange mit den Pfote oder am Boden etc.) der Tierarzt aufgesucht wird.

In unserer Klinik stehen Ihnen Spezialisten im Gebiet der Zahnmedizin zur Verfügung. Im Laufe einer professionellen Zahnreinigung, die bei einem Tier ausschließlich in Narkose erfolgen kann, wird der Zahnstein mittels der besonders schonenden Ultraschallmethode entfernt. Anschließend wird die gesamte Maulhöhle und das Gebiss kontrolliert. Für eine professionelle und genaue Beurteilung der Zähne sowie der Zahnwurzeln werden bei Bedarf Röntgenbilder mit unserem hochmodernen Zahnröntgen angefertigt. Eitrige Zähne oder Zähne mit freiliegenden Zahnhälsen müssen chirurgisch entfernt werden. Zuletzt werden alle Zähne poliert um die Zahnoberfläche zu glätten und sie vor einem neuen Anhaften von Zahnstein zu schützen. Um die Entstehung von Zahnstein zu verlangsamen bzw. zu verhindern und die Maulflora gesund zu erhalten, stehen verschiedene Produkte zur Verfügung, zu denen wir Sie gerne beraten.

Bei folgenden Fällen wird deutlich, dass die alleinige Entfernung des Zahnsteins nicht ausreichend ist. Eine gründliche Untersuchung der Zähne inklusive Röntgen ist bei einer professionelle Zahnreinigung unerlässlich um für eine Schmerzfreiheit des Patienten zu sorgen.

Fall 1: Patient mit Parodontose. Äußerlich kein Hinweis auf Knochenschwund, auf dem Röntgenbild allerdings deutlich erkennbar.

Fall 2: Hund mit Zahnfraktur im Oberkiefer. Äußerlich nicht sichtbar. Erst die Röntgenologische Untersuchung zeigt die Fraktur beider Zahnwurzeln.

Sollte Ihr Hund oder Ihre Katze unter Zahnproblemen leiden, vereinbaren Sie bitte einen Termin an dem wir Ihren vierbeinigen Liebling genau untersuchen und Sie über eventuelle weiteren Therapiemaßnahmen informieren können.

Als Chinaseuche wird die Hämorrhagische Krankheit der Kaninchen (Rabbit hemorrhagic disease, kurz RHD) bezeichnet. Sie endet für die meisten Kaninchen tödlich und wird durch ein Calicivirus hervorgerufen.

Diese gefürchtete Erkrankung ist uns seit den 1980er Jahren bekannt, wurde erstmalig in China beschrieben und ist mittlerweile weltweit vorkommend.
Die Erregerübertragung erfolgt direkt von Kaninchen zu Kaninchen (über Sekrete, Exkrete) und indirekt über Futter, Gegenstände, Schuhe, blutsaugende Insekten, wie Mücken etc. Sie ist nicht auf den Menschen (oder andere Haustiere) übertragbar und somit keine Gefahr für die Halter erkrankter Kaninchen.
Nach einer Inkubationszeit von 1-3 Tagen verenden die Tiere innerhalb kurzer Zeit (in der Regel nach 12-24 Stunden). Oft zeigen die Tiere keine Anzeichen einer Erkrankung, machmal kann blutiger Nasenausfluss, Mattigkeit und hohes Fieber beobachtet werden.

Durch vermehrtes Impfen unserer Hauskaninchen gegen die RHD konnten die Ausbrüche stark reduziert werden. Jetzt ist seit 2013 allerdings eine neue Variante des RHD-Virus bekannt, welches als RHD-Virus 2 bezeichnet wird. Erstmalig trat das Virus in Frankreich auf, hat sich aber in den letzten Jahren auf Österreich und Deutschland ausgebreitet und bereits zu Erkrankungen und Todesfällen geführt. Unsere bisherigen Impfstoffe gegen die „alte“ Variante schützen unsere Hauskaninchen nicht gegen das neue RHD-Virus 2.

Zum Glück steht uns seit letztem Jahr ein neuer Impfstoff zur Verfügung, der auch das RHD-Virus2 abdeckt. Da sich die Erkrankung rasant ausbreitet und immer mehr Todesfälle berichtet werden, raten wir zu einer jährlichen Impfung gegen RHD und RHD-2.

Wir beraten Sie gerne!