Viele Katzenbesitzer kennen es: Eigentlich sollte die Katze mal wieder gebürstet werden, aber der Vierbeiner wehrt sich mit Krallen und Zähnen gegen das lästige Prozedere. Meist schaffen es Frauchen oder Herrchen noch den Rücken zu kämmen, bevor der Geduldsfaden der Katze reißt und sie sich aus dem Staub macht. Die Folge davon: Verfilzungen am ganzen Körper.

Die kleinen Fellknötchen beginnen meist an den Stellen, an denen sich die Katzen kaum oder gar nicht bürsten lassen wie z.B. an der Brust, in den Achseln oder zwischen den Hinterbeinen.

Wo anfangs noch kleine Knötchen sind, entstehen in kurzer Zeit großflächige Verfilzungen, die für die Katze schnell unangenehm werden können. Sind die Fellknoten zu groß, zieht es die Haare immer mehr zusammen und reißt diese kontinuierlich aus der Haut. Mit der Zeit entsteht so ein ganzer Filzteppich, der verhindert, dass genügend Luft an die Haut gelangt. Dies ist nicht nur äußerst unangenehm für die Katze, sondern kann auch die Haut schädigen.

Damit es gar nicht so weit kommt, empfehlen wir, Katzen regelmäßig zu bürsten. Wie oft der Stubentieger gebürstet werden sollte hängt von der Länge und Struktur des Fells ab. Zudem verfilzen Freigängerkatzen meist schneller als Hauskatzen, da bei Regen, Nässe und Schmutz das Fell schneller verknotet. Katzen müssen von Kindesalter darauf trainiert werden sich bürsten zu lassen. Deshalb empfehlen wir jedem Katzenhalter, das Bürsten von Anfang an zu trainieren und positiv zu bestärken.

Bei der Fellpflege ist es vor allem wichtig, das passende Werkzeug zu verwenden. Nicht jede Bürste ist für jede Katze geeignet, sondern muss der Fellstruktur und Länge angepasst werden. Kurzhaarkatzen mit wenig Unterwolle benötigen meist nur einen Kamm für das Deckhaar. Bei Katzen mit langem Fell und dichter Unterwolle sollte ein Fellmesser verwendet werden.

Ist das Fell der Katze bereits dicht verfilzt, können die Knoten mit einer Bürste nicht mehr entfernt werden, sonder müssen mit einem dafür geeigneten Rasierer entfernt werden.

Bitte entfernen Sie Verfilzungen die bis auf die Haut ragen niemals mit einer Schere!

Wir haben pro Woche mehrere Katzen, die so stark verfilzt sind, dass sie am ganzen Körper geschoren werden müssen. Diese Rasur erfolgt in der Regel in Sedierung, da das fixieren der Katze während der Rasur und der Zug auf der Haut unangenehm sind und zu Stress führen.

Auf dem Bild der Katze vor der Rasur sind die Verfilzungen äußerlich kaum zu erkennen. Auf dem Video sieht man allerdings deutlich, dass sich das gesamte Fell der Katze bereits zu einem dichten Teppich verknotet hat. Einzelne Hautstellen zeigen die typischen Veränderungen die sich unter der dicken Fellschicht bilden. Die Katze wurde von uns komplett rasiert und fühlt sich nun um einiges wohler.

Falls Sie für Ihre Katze einen Termin zur Entfernung der Fellknoten benötigen, können Sie sich gerne telefonisch unter +43.5522.44264 oder per Mail unter office@tierklinik.atbei uns melden und wir vereinbaren einen Termin bei unserer Frisörin. Gerne beraten wir Sie auch rund um dieses Thema und finden gemeinsam mit Ihnen die passenden Utensilien für die Fellpflege Ihres Vierbeiners.