Die Parasitensaison hat wieder begonnen. Aufgrund des kurzen und milden Winters, haben viele Zecken überlebt und sind bereits auf unseren Vierbeinern zu finden. Dieses Jahr konnten wir beobachten, dass die Zecken besonders früh und vor allem in großer Anzahl aktiv sind.

Noch immer hält sich das Gerücht aufrecht, dass sich der Großteil der Zecken im Wald befindet. Die lästigen Plagegeister sind – zum Leidwesen unserer Haustiere – vor allem auf Wiesen, an Wegrändern und in Wäldern zu finden. Unabhängig davon gibt es Gebiete, in denen Zecken gehäuft auftreten, und Orte, an denen kaum welche zu finden sind. Hundebesitzer kennen dieses Phänomen: Beim Morgenspaziergang ist keine Zecke zu finden, beim Abendspaziergang wuselt es regelrecht auf dem Hund. Ob viele Zecken anbeißen, hat auch mit den Eigenschaften des Tieres wie zum Beispiel der Fellfarbe zu tun.

Die Krabbeltiere sind nicht nur unappetitlich und lästig, sondern können vor allem auch Krankheiten wie Ehrlichiose, Anaplasmose und Borreliose übertragen, die für unsere tierischen Lieblinge gefährlich werden können. Umso wichtiger ist es, Hund und Katze mit einer wirkungsvollen Prophylaxe zu schützen. Dazu stehen unterschiedliche Präparate zur Verfügung, die der jeweiligen Lebenssituation des Tieres angepasst werden können:

Halsbänder bieten vor allem bei Auslandsaufenthalten einen geeigneten Schutz, sind aber für Tiere, die gerne baden, nicht empfehlenswert. Aufgrund der Strangulierungsgefahr raten wir dringend davon ab, Halsbänder bei Katzen zu verwenden.

Spot-on Präparate sind sehr beliebt und haben den Vorteil, dass einige dieser Präparate auch eine repellierende (abschreckende) Wirkung gegen Parasiten haben. Die Zecken beißen also gar nicht erst an.

Auch Tabletten gegen Zecken sind erhältlich. Diese haben den Vorteil, dass die Wirkung bei Tieren die gerne und oft baden nicht vermindert wird und die Wirkstoffe nicht in die Gewässer gelangen.

Viele Tierbesitzer greifen auch gerne auf natürliche Mittel zurück. Aktuell existieren keine Studien, die eine zuverlässige Wirkung dieser Mittel bestätigen. Bei der Verwendung von natürlichen Substanzen für die Zeckenprophylaxe ist jedoch auch Vorsicht geboten: Viele der Produkte zu denen auf diversen Internetplattformen geraten wird (beispielsweise diverse ätherische Öle wie Teebaumöl, Knoblauch) sind für Hund und/oder Katze giftig! Hierbei kann es trotz der Verwendung eines Naturproduktes zu Gesundheitsschäden für das Tier kommen.

Grundsätzlich gilt: Das geeignete Präparat muss immer an die Lebensumstände des Tieres angepasst werden. Die Wirksamkeit von einem Präparat kann bei zwei unterschiedlichen Tieren aufgrund der Gegebenheiten (Tier lebt in einem Gebiet mit vielen Zecken, Tier badet gerne,…) unterschiedlich sein. Deshalb gilt: Sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt um das ideale Präparat für Ihren Vierbeiner zu finden.

Wichtig ist, dass Präparate zur Parasitenprophylaxe immer der Tierart angepasst werden müssen. Es darf NIEMALS ein Produkt zwischen Katze und Hund getauscht werden. Dies kann für das Tier lebensbedrohliche Folgen haben!

Wir empfehlen Ihnen, trotz Parasitenschutz Ihren Vierbeiner täglich nach Zecken abzusuchen.

Gerne beraten wir Sie rund um das Thema Parasiten und finden gemeinsam mit Ihnen den passenden Schutz für Ihre Vierbeiner.