Die Zecken-Hauptsaison hat begonnen und vor allem in den sozialen Medien liest man häufig Beiträge wie z.B. „Was hilft gegen Zecken? Mein Hund hat fast täglich Zecken“. Die meisten Tierbesitzer wissen, was auf solche Fragen folgt: Die Tipps der User reichen von Präparaten aus dem Handel, über jene vom Tierarzt bis hin zu natürlichen Alternativen wie Kokosfett, diversen ätherischen Ölen, Nahrungsergänzungsmitteln und Halsbandanhängern.

Eines ist bei solchen Beiträgen immer ganz prägnant: Es fallen ständig die Worte „Gift“ und „Chemie“. Viele Tierbesitzer lehnen Präparate vom Tierarzt strikt ab, weil Ihnen durch die Medien und diverse soziale Medien vermittelt wird, dass den Tieren durch die Verwendung der Veterinärprodukte Schaden zugefügt wird und ein Zeckenmittel nicht nötig ist. Doch ist das wirklich so? Dies wollen wir im heutigen Beitrag genauer erläutern.

Zecken übertragen nicht nur beim Menschen Krankheiten, sondern auch bei unseren Vierbeinern. Beim Hund ist vor allem die Anaplasmose eine häufige durch Zecken ausgelöste Erkrankung. Übertragen werden die Krankheitserreger durch die infizierten Parasiten, welche sich länger als 36 bis 48 Stunden am Tier „festgebissen“ haben. Die erkrankten Hunde zeigen Symptome wie Fieber, Lethargie, Fressunlust bis hin zu orthopädischen- und/oder neurologischen Auffälligkeiten. Bei einer rechtzeitigen Diagnose und Behandlung ist die Erkrankung heilbar, kann aber zu bleibenden Schäden oder immer wieder auftretenden Ausbrüchen führen.

Damit es zu keiner gefährlichen Erkrankung des Hundes kommt, hilft nur eine gute Zeckenprophylaxe. Viele Tierbesitzer lehnen medizinische Präparate ab und setzen auf natürliche Mittel. Die beliebtesten Mittel hierbei sind Kokosöl/Kokosfett, Schwarzkümmelöl, Teebaumöl, Knoblauch ins Fell und ins Futter, Nahrungsergänzungsmittel in Leckerliform und diverse Anhänger aus Keramik und Bernstein. Auch wenn es sich hierbei meist um natürliche Zutaten handelt muss äußerste Vorsicht geboten werden. Viele der Öle sind für Hunde (und auch für Katzen) teilweise toxisch und können zu Nebenwirkungen wie Leberschäden führen. Zudem ist der intensive Geruch der Öle für uns Menschen zwar angenehm, für das Tier aber extrem unangenehm. Aktuell gibt es keinerlei Studien, welche die Wirkung oben genannter Präparate bestätigen. Ganz im Gegenteil gibt es sogar mehrere Studien, welche beweisen, dass diese Präparate keinerlei abwehrende Wirkung auf Zecken haben.

Damit wir unsere Vierbeiner also ausreichend vor den gefährlichen Zecken schützen können, stehen unterschiedliche veterinärmedizinische Produkte zur Verfügung: Spot-on, Tablette oder Zeckenhalsband. Grundsätzlich gilt: Das geeignete Präparat muss immer an die Lebensumstände des Tieres angepasst werden. Ein Spot-on bei einem Hund der täglich badet ist in der Regel nicht sinnvoll. Ein Halsband bei einem Hund der bei einem Kleinkind im Bett schläft ebenso nicht.

Zudem ist wichtig zu beachten, dass nicht jedes Präparat bei jedem Tier gleich wirkt. Während Hund Charly trotz dem Produkt XY angebissene Zecken hat, kann Hund Emma mit dem selben XY Produkt zeckenfrei sein. Bei Tieren ist es wie bei Menschen auch: Nicht jedes Produkt erzielt bei jedem die selbe Wirkung. Des weiteren ziehen manche Vierbeiner die lästigen Plagegeister förmlich magnetisch an, andere wiederum haben kaum Zecken, obwohl sie im selben Haushalt leben und die selben Spazierrunden gehen. Bei den meisten Veterinärprodukten, die gegen Zecken wirken, werden die Wirkstoffe Imidacloprid, Permethrin, Fluralaner, oder Fipronil verwendet. Diese Wirkstoffe werden (je nach Präparat) über die Haut oder den Darm aufgenommen und verteilen sich dann im Körper des Hundes. Saugt sich eine Zecke fest, nimmt sie diese Wirkstoffe auf und stirbt ab noch bevor sie die Krankheitserreger an den Hund übertragen kann. Bei Spot-On Präparaten gibt es auch einige, welche repellierend, also abstoßend wirken. Das heißt, dass die Zecken erst gar nicht anbeißen.

Oben genannte Inhaltsstoffe sind medizinisch getestete Wirkstoffe, welche in der Regel sehr gut verträglich sind. Wie bei jedem Medikament kann es aber auch hier in seltenen Fällen zu Nebenwirkungen kommen. Meist äußern sich diese mit vorübergehenden gastrointestinalen Effekten wie Durchfall und Erbrechen bei Tabletten oder lokalen Reaktionen wie z.B. Hautrötungen bei Spot-Ons.

Die meisten Nebenwirkungen treten allerdings nach falscher Anwendung bzw. bei Überdosierung auf. Hier gilt: Die Präparate dürfen immer nur für die dafür bestimmte Tierart verwendet werden und müssen auf das Gewicht der Tiere angepasst werden. Gerade in den Sozialen Medien werden medizinische Präparate teilweise völlig verteufelt und es wird sogar von Folgen wie dauerhaft anhaltende Epilepsie und sogar über zahlreiche Todesfälle durch das „Gift“ und die „Chemie“ berichtet. Wir raten hier zur Vorsicht. Wie auch beim Menschen durchlaufen auch veterinärmedizinische Präparate strenge Tests bis sie bewilligt werden und auf den Markt kommen.

Bei vielen hochemotionalen Beiträgen werden von schweren Folgen durch diverse Antiparasitika berichtet aber in der Regel kann ein Zusammenhang der Krankheit mit dem verabreichten Medikament nicht nachgewiesen werden. Nebenwirkungen von Medikamenten treten im Normalfall wenige Stunden nach der Einnahme des Präparates auf. Erkrankt ein Hund beispielsweise einige Tage nach der Antiparasitika-Gabe, ist ein Zusammenhang mit dem Präparat meist ausgeschlossen.

Leider hält sich in diesen Gruppen meist auch hartnäckig das Argument, dass Tierärzte ihre Patienten extra krank machen, damit im Nachhinein mehr an ihnen verdienen wird. Auch wird immer wieder berichtet, dass Veterinärmediziner diese Präparate nur des Geldes wegen massenweise verscherbeln. Diese Aussagen sind nicht nur völlig falsch sondern auch sehr verletzend für jeden Tierarzt, welcher sich täglich für die Gesundheit der Vierbeiner einsetzt.

Wir raten bei solchen persönlichen Berichten auf diversen Plattformen immer zur Vorsicht. Jeder Tierbesitzer will für seinen Liebling das Beste und auch wir wollen, dass es den Patienten gut geht. Darum ist es für uns wichtig, dass wir das geeignete Präparat für den Hund finden. Sie als Tierbesitzer und auch wir wollen das beste für Ihren Vierbeiner. Auch wir Mitarbeiter verwenden für unsere eigenen Tiere ausschließlich unsere medizinischen Präparate.

Bei allen Präparaten gilt: Die Menge macht das „Gift“. Bei medizinischen Präparaten wird die Menge der Wirkstoffe immer genau auf das Körpergewicht des Hunden angepasst. Bei natürlichen Mitteln ist eine genaue Dosierung kaum möglich, da die Zusammensetzung der Öle unterschiedlich sind. Dadurch, dass es auch keine Studien dazu gibt, sind Dosierungen meist Erfahrungswerte vom Hörensagen und keinesfalls wissenschaftlich festgelegt. Eine Überdosierung kann deshalb gesundheitsschädigend sein.

Immer wieder werden wir auch mit dem Satz konfrontiert: „Bei uns wirkt das Produkt XY aber, denn mein Hund hat dadurch viel weniger Zecken“. Auch hier ist absolute Vorsicht geboten, denn wenige Zecken sind immer noch einige Zecken zu viel! Jede einzelne Zecke kann gefährliche Krankheiten übertragen. Leider wird es von Tierbesitzern oft unterschätzt wie häufig solche Krankheiten auftreten und wie schwer die Folgen sein können. Die erkrankten Hunde durchlaufen dann eine sehr lange und intensive, medikamentelle Therapie.

Unser Fazit: Beäugen Sie Beiträge auf diversen Plattformen immer kritisch und bedenken Sie: Jede von Zecken übertragene Krankheit ist schlimmer als eine jede medizinische Prophylaxe.

Falls Sie unsicher sind, welches nun das richtige Präparat für Ihren Liebling ist, melden Sie sich gerne bei uns. Wir können mit Ihnen alle Möglichkeiten besprechen und finden gemeinsam mit Ihnen das richtige Mittel um Ihren Vierbeiner vor den gefährlichen Plagegeistern zu schützen.

Für viele Hundehalter und Hunde ist das Stöckchen-Spiel ein fester Bestandteil eines Spaziergangs. Leider wird die Gefährlichkeit dieses Spiels von vielen Hundehaltern unterschätzt. Die sogenannten Stöckchenverletzungen treten relativ häufig und in unterschiedlichen Schweregraden auf.

Stöckchenverletzungen entstehen meist beim Werfen des Holzes. Durch die Wucht des Wurfes fliegen die Stöcke oft nochmals vom Boden hoch und drehen sich in der Luft. Rennt der Hund dann gerade in einem ungünstigen Moment auf den Stock zu, kann sich das Holz beim Fangversuch in den Rachen stoßen. Auch beim Fangen in der Luft kann es zu Verletzungen kommen.Die typischen Verletzungen die dabei auftreten sind Wunden an oder um die Zunge, an den Speichelgängen und am Gaumen. Zahnfrakturen kommen ebenfalls immer wieder vor. Das Tückische daran ist, dass diese Verletzungen auf den ersten Blick oft nicht erkennbar sind. Selbst blutende Wunden werden vom Tierbesitzer meist nicht wahrgenommen, da die Hunde das Blut abschlucken, bevor es aus dem Maul läuft.

Gefährlich wird es dann, wenn sich die Hunde beim Spiel den Stock mit voller Wucht in den Körper rammen. Hier kann es zu teils schweren und auch lebensbedrohlichen Verletzungen kommen. Auch wenn diese extremen Fälle sehr selten sind, raten wir dennoch dringend davon ab, mit Stöcken zu spielen bzw. diese zu werfen. Hat Ihr Hund mit einem Stock gespielt und dabei aufgeschrien oder zeigt er nach dem Spiel seltsame Anzeichen wie starkes Speicheln oder Bluten: Suchen Sie bitte einen Tierarzt auf.

In der Regel werden Hunde, bei denen der Verdacht auf eine solche Verletzung besteht, in Sedierung genauer untersucht. Nur so kann die gesamte Maulhöhle genau inspiziert und eventuelle Wunden versorgt werden. Neben der Verletzung an sich stellen auch die sich lösenden Holzsplitter eine Gefahr dar. Die kleinen Splitter können sich ins Gewebe hineinarbeiten und können dort schmerzhafte Abszesse im Bereich des Maules sowie des Halses verursachen. Die Suche nach diesen kleinsten Partikeln erweist sich dann in einer nötigen Operation oft als sehr schwierig.

Auf dem Bild ist das Maul eines deutschen Schäferhundes zu sehen. Die Hündin fing nach einem Spiel mit einem Holzstock plötzlich an zu speicheln und konnte das Maul nicht mehr ganz schließen. In Narkose wurde dann dieses lange Holzstück entfernt, welches sich zwischen den Zähnen eingeklemmt hatte und sich von selbst nicht mehr lösen konnte.In diesem Fall war es Glück im Unglück, dass die Hündin keine weiteren Verletzungen davongetragen hat.

Damit unnötige Verletzungen gar nicht erst auftreten, empfehlen wir, nicht mit Holzstöcken zu spielen und dem Hund eine geeignete Alternative anzubieten. Wir raten zu Spielzeug aus Kunststoff oder Kautschuk, welches die Zähne schont und keine Verletzungsgefahr mit sich bringt. Für Hunde die unentwegt auf Stöckchensuche sind gilt: Stock tragen ist in Ordnung, Stock werfen ist tabu.

Über 2.000.000 Katzen und mehr als 827.000 Hunde leben in Österreich. Dabei sind unsere Vierbeiner für die Meisten nicht nur einfach Haustiere, sondern Familienmitglieder. Dementsprechend eng leben wir mit unseren Tieren zusammen: Die Katze stampft gerne einmal über die Küchentheke und der Hund schläft mit im Bett.Bei einer so intensiven Verbindung wie Mensch und Katze/Hund sie haben, sollte eines nicht außer Acht gelassen werden: Die Entwurmung. Würmer gelten als sogenannte Zoonoseerreger und können vom Tier auf den Mensch übertragen werden. Obwohl der Mensch als Fehlwirt gilt, können Würmer zu ernsthaften und sogar lebensbedrohlichen Erkrankungen führen. Es gibt harmlosere Würmer wie beispielsweise den Spulwurm, aber auch Würmer, die zu schweren Schäden an Organen und Gehirn führen können, wie beispielsweise der (Fuchs)Bandwurm. Vor allem für Kindern kann ein Befall von Würmern schwerwiegende Folgen haben.

Immer wieder hören wir Sätze wie „Mein Hund braucht keine Entwurmung, er hatte noch nie Würmer“, „Ich entwurme nicht prophylaktisch, denn das zerstört die Darmflora.“ oder „Ich lasse hin und wieder eine Kotuntersuchung machen“. Viele Tierbesitzer unterschätzen die Gefahr, welche von Parasiten wie Würmern ausgehen. Unsere Tiere verrichten ihr Geschäft draußen, schnuppern und schnüffeln ständig am Boden und fressen auch gerne einmal eine Maus oder das ein oder andere was draußen herumliegt. Ca. 60 Tage nach der Aufnahme von Wurmeiern beginn der Vierbeiner selbst infektiöse Wurmstadien auszuscheiden. Im schlechtesten Fall schlafen unsere Vierbeiner dann z.B. gemeinsam mit uns im Bett, in welchem sich mittlerweile tausende Wurmeier befinden können.

Die Würmer können aber nicht nur Auswirkungen auf den Menschen sondern auch auf das betroffene Tier selbst haben. In den meisten Fällen äußert sich ein Wurmbefall kaum. Es können jedoch auch leichte Magen-Darm-Beschwerden bis hin zu schwerwiegenden Erkrankungen, die im weiteren Verlauf lebensbedrohlich werden können, auftreten.

Folgend haben wir die häufigsten Mythen und Thesen zum Thema Entwurmung zusammengefasst:

Kein Wurmbefall
Viele Tierbesitzer berichten, dass ihr Vierbeiner noch nie einen Wurmbefall hatte. Dabei wissen die meisten Frauchen und Herrchen nicht, dass die Eier der Würmer mit freiem Auge nicht sichtbar sind. Ein Spulwurm legt beispielsweise bis zu 200.000 Eier pro Tag, die sich in der gesamten Umgebung (im Eigenheim sowie in der Natur) verteilen. Erst bei einem massiven Wurmbefall können sichtbare (adulte) Würmer mit dem Kot ausgeschieden werden. Vor allem bei Jagdhunden, Welpen, Tieren aus dem Ausland und Vierbeinern, welche mit rohem Fleisch gefüttert werden, ist die Wahrscheinlichkeit eines Wurmbefalls sehr groß.

Untersuchung von Kotproben
Bis dato gibt es noch kein Verfahren zur Kotuntersuchung, bei dem man die Wurmfreiheit eines Hundes oder einer Katze wirklich beweisen kann. In den sozialen Medien werben seit längerem viele Unternehmen mit praktischen Wurmtests für Zuhause. Der Besitzer kann bequem von Zuhause aus eine Kotprobe sammeln und per Post verschicken und erhält wenige Tage später das Ergebnis. Die Problematik an Kotuntersuchungen ist, dass selbst ein negatives Ergebnis nicht bedeutet, dass das Tier keinen Wurmbefall hat. Wurmeier bzw. Bandwurmglieder werden nicht mit jedem Kot und auch nicht an jedem Tag ausgeschieden. Sammelt man also Kotproben über beispielsweise drei Tage, ist es möglich, dass der Hund genau in diesen drei Tagen keine Eier ausgeschieden hat. Das Ergebnis der Untersuchung ist demnach negativ, obwohl der Hund unter einem Befall leidet. Das bedeutet: Nur der positive Befund ist beweisend, niemals aber der negative. Selbst bei einem negativen Ergebnis sollte der Hund entwurmt werden, weil dieser durchaus an einem Wurmbefall leiden kann. Entscheidet man sich dennoch für regelmäßige Kotuntersuchungen, ist es wichtig, dass man diese in großen, medizinischen Laboren untersuchen lässt, welche spezielle Untersuchungsverfahren anwenden und somit deutlich zuverlässiger sind.

Natürliche Entwurmung
Die Hausmittel für natürliche Entwurmungen werden immer ausgefallener: Kokosöl, Knoblauch, Teebaumöl, sollen die Würmer vertreiben, Karotten und geschnittene Pferdehaare sollen die Würmer durch aufspießen unschädlich machen. Dies sind nur einige der Hausmittel, mit welchen wir in unserer Klinik konfrontiert werden. Aktuell gibt es keinerlei Studien die eine Wirksamkeit oben angegebener Mittel bestätigen können. Demnach sind diese Mittel als sichere Entwurmung völlig ungeeignet und ersetzen die medizinische Entwurmung nicht.

Entwurmungen schaden dem Tier bzw. der Darmflora
Bei der Entwurmung handelt es sich um eine Tablette, die an das Körpergewicht des Hundes angepasst wird. Die einmalige Tablettengabe pro Entwurmung mit Hilfe eines sogenannten Anthelminthikums hat keinerlei Einfluss auf die Darmbakterien des Tieres. In sehr seltenen Fällen treten leichte Nebenwirkungen wie einmaliger Durchfall oder Erbrechen auf.

Eine Entwurmung ist nicht prophylaktisch, macht also keinen Sinn
Es ist korrekt, dass eine Wurmkur immer nur jene Parasiten tötet, die sich aktuell im Tier befinden. Nimmt das Tier einen Tag nach der Entwurmung wieder Wurmeier auf, dauert es ca. 60 Tage, bis das Tier selbst Wurmeier ausscheidet. Eine Entwurmung macht deshalb Sinn, da das Tier von den lästigen Würmern befreit und auch der Mensch für eine Zeit lang geschützt ist.

Unser Fazit:
Wird das Thema Entwurmung vernachlässigt, gefährdet man nicht nur sich selbst, sondern auch andere Menschen und vor allem Kinder. Solange es noch keine Kotuntersuchungen gibt, die 100%ige Ergebnisse liefern, ist eine regelmäßige Entwurmung demnach unerlässlich. Die ESCCAP (European Scientific Counsel Companion Animal Parasites) empfiehlt je nach Lebensumstand des Tieres und Gesundheitsstatus des Besitzers eine Entwurmung zwischen 1x im Monat und 4x pro Jahr. Nur so kann der Patient, andere Tiere und Menschen vor Würmern geschützt werden.

Sollten Sie sich dennoch gegen eine Entwurmung entscheiden, empfehlen wir zumindest eine regelmäßige Kotuntersuchung durchzuführen, die alle drei Monate in einem etablierten Großlabor mit speziellen Untersuchungsverfahren über den Tierarzt Ihres Vertrauens gemacht werden sollte.

Sollten Sie Fragen zu diesem Thema haben, kontaktieren Sie uns gerne. Wir nehmen uns Zeit für Sie und beraten Sie ausführlich.

Der Mops, sowie französische und englische Bulldoggen sind liebenswürdige und freundliche Hunde, die sehr an Beliebtheit gewonnen haben. Mit ihren kleinen Köpfchen, den Kulleraugen und der kleinen Stupsnase erfüllen die Hunde alle Merkmale, die wir Menschen als besonders süß empfinden. Genau das ist aber auch das Problem. Denn eines haben diese Rassen alle gemeinsam: sie gehören zu den sogenannten brachycephalen Rassen. Das bedeutet, dass diese Hunde an einer Brachycephalie, also einer Kurzköpfigkeit leiden und somit mit schweren gesundheitlichen Problemen zu kämpfen haben.

Durch die Zucht und die Verkürzung des Kiefers und der Nase wurde der Schädel dieser Hunde praktisch auf engen Raum zusammengeschoben. Dies bewirkt, dass die Nasenlöcher verengt sind, die Luftröhre zu eng und das Gaumensegel zu lange ist. Die Folge dieser anatomischen Deformierung ist, dass diese Hunde nur sehr schwer Luft bekommen und ein normales Atmen nicht möglich ist. Bemerkbar macht sich dies z.B. durch das schnarchende bzw. röchelnde Atemgeräusch. Immer wieder sind wir erstaunt, dass Tierbesitzer denken, dass das Schnarchen und Grunzen rassetypisch ist und somit sozusagen getrost überhört werden darf. Das Atemgeräusche alles andere als normal sind, sollte jedoch klar sein.

Des Weiteren leiden diese Rassen häufig an Allergien, Hautproblemen, Speiseröhrenerweiterungen sowie Erkrankungen des Verdauungstraktes. Da der gesamte Körperbau der Hunde deformiert ist, sind Gelenksbeschwerden bei brachycephalen Hunden vorprogrammiert. Aufgrund der missgebildeten Wirbelsäule sind auch Bandscheibenvorfälle ein großes Thema.

Starke Belastung muss bei betroffenen Rassen unbedingt vermieden werden. Durch das verlängerte und verdickte Gaumensegel entsteht ein chronischer Luftmangel, der bei Anstrengung eine akute Atemnot und in Folge sogar ein Ersticken herbeiführen kann. Viele der betroffenen Tiere wollen sich kaum bewegen und können teilweise nur mit hochgelegtem Kopf schlafen, weil der chronische Luftmangel ansonsten unerträglich wird.

Die erschwerte Atmung kann nur mit einem chirurgischen Eingriff gelindert, aber nicht ganz beseitigt werden. Bei dieser Operation wird das Gaumensegel gekürzt und die Nasenlöcher erweitert, um den Hunden die Atmung zu erleichtert und die Lebensqualität zu verbessern. Wie das Gaumensegel vor und nach der Operation aussieht, ist in unserem Video zu sehen. In diesem Fall handelt es sich um eine junge französische Bulldogge.

Teil 1 und 2 im Video zeigen die Atmung des Hundes vor der Operation – Einmal mit der Kamera und einmal mit dem Endoskop gefilmt. Es ist deutlich zu sehen, wie das zu lange und zu dicke Gaumensegel bei jedem Atemzug in die Atemwege gesogen wird. Nur ein Spalt, der kleiner als ein Strohhalm ist, bleibt zum Atmen übrig.

Teil 3 zeigt, dass die Atmung nach Kürzen des Gaumensegels deutlich leichter fällt.

Der Schweregrad der Deformation des im Video gezeigten Hundes ist leider keine Seltenheit. Bei der Suche nach diesen Hunderassen stößt man mittlerweile auch auf Mops, Bulldogge und Co die als „mit Nase“ oder „Retro“ betitelt werden. Dabei ist gemeint, dass Tiere mit etwas längeren Nasen verpaart werden. Hierbei ist wichtig zu wissen, dass auch eine um nur wenige Zentimeter verlängerte Nase für den Hund keine große Verbesserung bringt. Trotz der „längeren“ Nase leiden diese Hunde an den selben Problemen wie ihre kurznasigen Gleichgesinnten. Selbst Hunde, bei denen kaum Atemgeräusche zu hören sind leiden unter der starken Deformierung des Schädels und des Körpers.

Das schönste für uns ist es, wenn wir Rückmeldungen wie diese erhalten: „Gerne teilen wir Ihnen mit, das unsere Hündin wieder bedeutend mehr Lebensqualität erleben darf. Die Zeit nach der Operation verlief ohne Probleme. Vorher war sie nach einem Spaziergang von 20 Minuten nur noch am Hecheln und bekam kaum noch Luft. Jetzt ist sie nach einem stündigen Spaziergang immer noch top fit und hat überhaupt keine Probleme beim Atmen. In der Nacht schnarcht sie nicht mehr! Wir möchten uns ganz herzlich bei Ihnen bedanken für die super Betreuung.“

Auch wenn wir die Möglichkeit haben, den Hunden durch eine Operation die Atmung zu erleichtern, raten wir aufgrund oben genannter Gründe ausdrücklich vom Kauf von kurznasigen Hunden ab. Wir möchten darauf aufmerksam machen, dass diese Hunde dauerhaft unter Atemnot leiden und eine massiv eingeschränkte Lebensqualität haben.

Wenn Sie selbst Besitzer einer brachycephalen Rasse sind und Fragen rund um die Gesundheit Ihres Vierbeiners haben, kontaktieren Sie uns gerne. Wir nehmen uns gerne für Sie Zeit.

Vor mehreren Monaten wurde Sky in unserer Klinik vorstellig. Der Besitzerin ist damals aufgefallen, dass die Augen des damals 4-jährigen Rüden immer wieder gerötet waren. Nach einer Untersuchung von Sky durch unsere Augenspezialistin folgte die Diagnose Schäferhundkeratitis. Was ist die Schäferhundkeratitis? Jede Art von Entzündungen der Hornhaut wird medizinisch als Keratitis bezeichnet. Dabei ist die Schäferhundkeratitis eine spezielle Form der Hornhautentzündung. Sie tritt besonders gehäuft beim Deutschen Schäferhund und dessen Mischlingen auf, kann aber auch andere Rassen betreffen. Eine erbliche Ursache wird vermutet. Die Entzündung wird durch eine Autoimmunerkrankung ausgelöst und führt dann zu den typischen Veränderungen in Form von Trübungen auf der Hornhaut.

Welche Symptome sind typisch für diese Erkrankung?
Durch die Entzündungen in der Hornhaut kommt es zu charakteristischen Trübungen. Sie können rötlich, weißlich oder braun-schwarz sein. Meist treten die ersten Symptome im Alter von 3-5 Jahren auf, manchmal auch schon früher. Häufig sind sie zuerst nur auf der Seite des äußeren Augenwinkels zu beobachten.
Da es sich um eine autoimmunbedingte Erkrankung handelt, bleibt der Entzündungsreiz ein Leben lang bestehen. Die Symptome verschlimmern sich kontinuierlich und können schlussendlich zu einer starken Verfärbung der Hornhaut, einer sogenannten Pigmentierung, führen. Dies ruft eine deutliche Einschränkung des Sehvermögens hervor. Zusätzlich ist bekannt, dass UV Strahlen die Erkrankung forcieren. Das äußert sich in Entzündungsschüben, die vor allem dann auftreten, wenn die Hunde starker Sonneneinstrahlung ausgesetzt waren.

Welche Therapien gibt es für meinen Hund mit Schäferhundkeratitis?
Eine Heilung ist nicht möglich, aber durch eine Therapie können die Symptome eingedämmt werden. Das setzt eine konsequente und lebenslange Behandlung voraus. Anhand von speziellen Augenmedikamenten, die in den meisten Fällen 2x täglich angewendet werden müssen, kann die Entzündungsreaktion in der Hornhaut unterdrückt werden. In schweren Fällen kann die Pigmentschicht auch operativ entfernt werden. Das ersetzt allerdings nicht die lebenslange, medikamentöse Therapie. Nur durch eine lebenslange und vor allem konsequente Therapie kann eine Erblindung des Hundes verhindert werden.

Der Schutz vor UV-Strahlung spielt eine große Rolle. Spezielle Hunde-Sonnenbrillen helfen, den Einfluss von UV-Strahlung zu reduzieren und können zu einem verminderten Auftreten von Entzündungsschüben führen.

Wie man auf dem Video sehen kann, hat Sky seine Brille gänzlich akzeptiert. Durch geeignetes Training (ähnlich des Maulkorbtrainings) kann der Hund auf das Tragen einer Brille positiv konditioniert werden. Für den Vierbeiner ist die Brille im Alltag dann plötzlich so normal wie Halsband, Geschirr und Leine. Dank dem Bemühen seines Frauchens, kann Sky – wie auf den Videos zu sehen ist – trotz seiner Erkrankung ein ganz normales und fröhliches Hundeleben führen. Wir wünschen Sky und seinem Frauchen für die Zukunft nur das beste!

Wenn Sie Fragen zur Erkrankung haben oder sogar einen Hund mit der Diagnose Schäferhundkeratitis haben, beraten wir Sie gerne rund um das Thema und helfen Ihnen und Ihrem Vierbeiner, die geeignete Therapie zu finden.

Wir möchten allen Tierbesitzern möglichst zeitnah einen Termin in unserer Klinik ermöglichen und haben deshalb die Ordinationszeiten für Sie und Ihre Vierbeiner verlängert.

Ab sofort sind Termine sowie Medikamenten- und Futterabholungen zu folgenden Zeiten möglich:

Montag – Freitag:
08:00 – 12:00 und 13:30 – 19:00 Uhr
Samstag:
08:00 – 12:00 Uhr


Selbstverständlich sind wir auch weiterhin 24/7 für Sie und Ihre Tiere im Einsatz!
Wir möchten gerne sorgsam mit Ihrer Zeit umgehen und Ihnen und Ihrem Tier eine kurze Wartezeit ermöglichen. Deshalb bitten wir Sie, vorab telefonisch einen Termin mit uns zu vereinbaren. Bitte kontaktieren Sie uns auch im Notfall vorab telefonisch, damit wir uns bereits auf Ihr Eintreffen vorbereiten können.

Liebe Kunden.

Selbstverständlich sind wir auch über die Feiertage für Sie und Ihre Vierbeiner da:Am Donnerstag, den 24.12.20 ist unsere Ordination wie gewohnt von 09:00 Uhr bis 11:00 Uhr für Sie geöffnet. Danach sind wir bis inklusive 27.12.20 für Notfälle (nach telefonischer Voranmeldung) erreichbar.

Ab 28.12.20 bis 30.12.20 sind wir wie gewohnt für Sie und Ihre Vierbeiner da. Am 31.12.20 haben wir von 09:00 Uhr bis 11:00 Uhr und von 13:30 Uhr bis 15:30 Uhr geöffnet und sind anschließend wieder für medizinische Notfälle erreichbar.Wir bitten um Terminvereinbarung.


Wir wünschen allen unseren Kunden und auch unseren tierischen Patienten frohe Weihnachten und besinnliche Feiertage! 🐶🐱🐰🐹🐭🐦

Es ist noch nicht einmal Mitte November und dennoch ist es höchste Zeit, sich Gedanken über Silvester zu machen. Viele unserer Vierbeiner leiden in den Tagen um den Jahreswechsel aufgrund der Knallerei der Raketen unter großer Angst. Einige Tiere sind nur leicht gestresst, andere wiederum haben richtige Panik. Jedes Jahr kommen deshalb sehr viele Katzen- und Hundebesitzer kurz vor Silvester zu uns und möchten ein Präparat zur Beruhigung Ihres Vierbeiners abholen. Viele Kunden sind dann verwundert, wenn wir ihnen mitteilen, dass es bereits für fast alle Präparate zu spät ist.


Für Hunde und Katzen stehen verschiedene angstlösende und stresshemende Produkte zur Verfügung wie beispielsweise Nahrungsergänzungsmittel, Pheromone, Notfall-Tabs oder Medikamente. Außer den angstlösenden Medikamenten, benötigen alle Präparate eine gewisse „Vorlaufzeit“. Bis zu fünf Wochen vor Silvester sollte mit der Anwendung der Produkte gestartet werden, damit die gewünschte Wirkung bis zum 31.12. erzielt werden kann. Deshalb ist es umso wichtiger, sich bereits jetzt mit Silvester auseinander zu setzen, damit wir gemeinsam das passende Präparat für Ihren Vierbeiner finden.

Alle Präparate werden immer individuell auf das Tier, dessen Stresslevel an Silvester und dessen Gesundheitszustand angepasst. Liegt eine starke Angststörung vor, besteht die Möglichkeit einer angstlösenden medikamentellen Therapie. Bitte beachten Sie, dass letzteres immer nur in Verbindung mit einem Beratungsgespräch bei einem unserer Tierärzte abgegeben wird.


Bei jungen Katzen und Hunden, welche Silvester zum ersten Mal erleben, empfehlen wir ausschließlich die Verhaltensmaßnahmen zu beachten und keinesfalls vorbeugenden Produkte zu verwenden.


Gerne beraten wir Sie rund um das Thema Silvester sowie geeignete Präparate für Ihren Vierbeiner. Gerne können Sie sich auch für einen Beratungstermin bei uns melden. Selbstverständlich stehen wir auch für eine Beratung zum richtigen Verhalten von Mensch und Tier an Silvester zur Verfügung und geben Ihnen dementsprechendes Informationsmaterial mit.

Immer wieder werden Tiere zu uns gebracht, die aufgrund einer Erkrankung oder eines Unfalls auf eine Blutspende angewiesen sind. Da wir nicht wie beim Menschen eine klassische Blutbank haben, sind wir auf die Hilfe von spontanen Tierbesitzern angewiesen, die im Notfall mit Ihrem Vierbeiner in unsere Klinik fahren, um überlebenswichtiges Blut zu spenden.In vielen Fällen kann so das Leben der erkrankten bzw. verunfallten Tiere mit Hilfe einer Bluttransfusion gerettet werden.

Da es auch beim Tier verschiedene Blutgruppen gibt, haben wir eine Datenbank für potentielle Spendertiere angelegt, deren Besitzer wir im Ernstfall kontaktieren können. Diese Datenbank möchten wir nun stetig erweitern, damit wir einem Patienten, welcher auf eine Blutspende angewiesen ist, im Notfall eine schnelle und bestmögliche Behandlung zukommen lassen können.

Alle Informationen zum Ablauf, den Voraussetzungen sowie zur Anmeldung finden Sie auf unten stehendem Link. Wenn auch Sie mit Ihrem Hund oder Ihrer Katze als Blutspender zur Verfügung stehen möchten, können Sie sich einfach und bequem über unser Onlineformular anmelden. Wichtig dabei ist, dass nur Tiere angemeldet werden, welche alle angegebenen Voraussetzungen erfüllen. Wir freuen uns, wenn sich zahlreiche Tierbesitzer online anmelden und ihre Vierbeiner als Lebensretter zur Verfügung stellen.

Wie jedes Jahr unterstützen wir auch 2020 wieder die von der Tierärzte ohne Grenzen ins Leben gerufene Aktion „Impfen für Afrika“.Bei allen Tieren, die im Zeitraum vom 12. Oktober bis 18. Oktober 2020 geimpft werden, spenden wir die Hälfte der Impfeinnahmen an Tierärzte ohne Grenzen. Die Organisation ist eine humanitäre, tierärztliche Entwicklungs- und Forschungsorganisation mit Sitz an der Veterinärmedizinischen Universität Wien. Die Spenden kommen dieses Jahr dem Hilfsprojekt „Globaler Lebensmittelbetrug – Zeit zu handeln!“ zugute. Genauere Informationen über die Impfaktion und das unterstütze Hilfsprojekt finden Sie unter http://www.vsf.at/9.0.html

Wir freuen uns, dass wir auch dieses Jahr wieder die Tierärzte ohne Grenzen unterstützen dürfen. Wenn auch Sie mit der Impfung Ihres Vierbeiners einen Beitrag leisten wollen, melden Sie sich gerne telefonisch für eine Terminvereinbarung unter +43.5522.44264.