Eigentlich sollte es jeder wissen aber dennoch ist es ein so wichtiges Thema, denn jedes Jahr sterben nach wie vor Hunde und Kinder auf tragische Weise im Auto.

Man kann es also nicht oft genug sagen:

❗️Lassen Sie Ihren Vierbeiner niemals im Auto. Auch nicht nur mal kurz. Selbst wenn das Fahrzeug im Schatten steht und die Fenster etwas geöffnet sind, wird das Auto innerhalb von Minuten zur Todesfalle!

❗️Fahrradfahren, Joggen oder Ballspielen in der Sonne sind auch für Hunde eine enorme körperliche Belastung und können zum anstrengungsinduzierten Hitzschlag führen.

Zudem gilt:

❗️Gassirunden in der Mittagshitze meiden und die ausgiebigen Spaziergänge auf die frühen Morgenstunden oder den Abend verlegen.

❗️Asphalt meiden. Geteerte Flächen können sich in der Sonne innerhalb von Minuten auf bis zu 60°C erhitzen und selbst im Schatten hohe Temperaturen erreichen. Dies führt in kurzer Zeit zu Brandblasen oder gar schweren Verbrennungen.

Wie man vorgehen soll, wenn das Tier einen Hitzschlag erleidet erläutern wir in den Bildern.

Unter dem Motto „Zeig mir deine Maus, Katze!“ bittet die inatura um Mithilfe beim Sammeln von Daten für die „Rote Liste Kleinsäuger Vorarlbergs“. Dafür sammelt die inatura von Juni bis November 2024 tote Mäuse und andere tote Kleinsäuger, die Katzen zu ihren Halter:innen nach Hause bringen. Abgegeben werden können die Tiere unter anderem bei uns in der Tierklinik.

Hat die Katze eine tote Maus oder einen anderen toten Kleinsäuger nach Hause gebracht, sollte das Tier in einen Gefriersack verpackt und entweder direkt zu einer Annahmestelle gebracht oder bis dahin im Gefrierfach aufbewahrt werden. Die dazu erforderliche Fundmeldung kann vorab oder bei uns vor Ort ausgefüllt werden.

Weitere Informationen, die inatura-Fundmeldung sowie eine Anleitung zum hygienischen Einsammeln der toten Maus finden sich unter: Zeig mir deine Maus, Katze! | Inatura Erlebnis Naturschau

Tierschutz, Qualzuchtmerkmale und wie ich mich als (zukünftige/r) Tierbesitzer/in verantwortungsvoll verhalte

Bulldogge, Mops, Zwergspitz und Co. sind liebenswürdige und freundliche Hunde, die sehr beliebt sind. Eines haben all diese Rassen gemeinsam: sie gehören zu den sogenannten Qualzuchten. Das bedeutet, dass diese Tiere an zuchtbedingten Merkmalen leiden und somit mit schweren gesundheitlichen Problemen zu kämpfen haben.

Wir sehen es als unsere Pflicht als Tierklinik über Qualzuchten aufzuklären. Deshalb haben wir einen Vortrag über dieses Thema geplant. In diesem Vortrag wird von unserer erfahrenen Tierärztin Dr. Siciliano auf die gesundheitlichen Auswirkungen der Zucht und die Probleme von Qualzuchten eingegangen. Ist ein Kauf heutzutage noch ethisch vertretbar, worauf muss ich achten und wie kann ich als Halter/in mein Tier gesundheitlich unterstützen?

Weitere Informationen und Anmeldung für den Vortrag am 11.06.2024 über folgenden Link: Veranstaltung: Unsere Vierbeiner – süß und krank. | Inatura Erlebnis Naturschau

Wir freuen uns auf euch!

“Mein Hund hat da einen Knubbel unter der Haut – muss ich das anschauen lassen?”. Ein Satz, den wir immer wieder hören und auch gleich die Antwort liefern können: JA! Jede Umfangsvermehrung muss genauer untersucht werden.

Wichtig ist vor allem eines: ob der Knubbel leicht verschieblich ist oder sich hart oder weich anfühlt hat vorerst nichts zu sagen. Nur anhand von abtasten und anschauen ist es niemals möglich, eine UV als harmlos abzutun . Nur mit Hilfe einer Probe, bei der mit einer Nadel Zellen entnommen werden (Feinnadelaspiration), kann Gewissheit gegeben werden. Diese Untersuchung ist nur mit einem kleinen “Pieks” verbunden, kann aber Leben retten!

Der Fall von Gina zeigt einen bei Hündinnen sehr häufig vorkommenden Tumor der Gesäugeleiste, ein sogenannter Mammatumor. Diese Art von Krebs ist mit Brustkrebs bei uns Menschen vergleichbar. Etwa die Hälfte dieser Tumore sind beim Hund bösartig Das heißt, dass – wie bei allen Tumorerkrankungen – eine Früherkennung wichtig ist, um zu verhindern, dass der Tumor in umliegende Lymphknoten oder Organe streut. Bei Gina wurden in einer Operation die Tumore der Gesäugeleiste entfernt.

Viele Karzinome bei Tieren können (früh erkannt) chirurgisch entfernt werden und der Hund gilt anschließend als geheilt. Es gibt aber durchaus auch aggressive Tumore, bei denen weitere Therapien (wie beispielsweise Bestrahlung oder Chemotherapie) nötig sind. Im schlimmsten Fall ist nur noch eine palliative Behandlung möglich.

Wir empfehlen deshalb jedem Tierbesitzer: Bitte regelmäßig den Vierbeiner Zuhause abtasten und auf Umfangsvermehrungen untersuchen. Bei unkastrierten Hündinnen vor allem auch die Gesäugeleiste gut im Blick halten. Im Zweifelsfall immer einen Tierarzt aufsuchen und die Umfangsvermehrungen IMMER punktieren lassen.

Gina hat die Operation trotz stolzem Alter von fast 13 Jahren gut überstanden und konnte wenige Stunden nach der Op wieder in die häusliche Pflege entlassen werden. Wir wünschen der hübschen Maus noch viele tolle Jahre!

Laufend werden wir im Vorhinein gefragt, was der Tierarztbesuch bei uns denn kosten wird. Obwohl uns Transparenz in der Rechnungsstellung sehr wichtig ist, können wir diese Frage nur in wenigen Fällen (wie zum Beispiel bei Impfungen, Kastrationen oder anderen Standardbehandlungen) beantworten. In den meisten anderen Anfragen sind auch von uns – wenn überhaupt – nur ganz grobe Schätzungen möglich. Doch warum ist das so?

Die meisten Tierbesitzer schildern uns am Telefon die Symptome des Vierbeiners. Nur anhand dieser wissen wir meist nicht, welche Untersuchungen nötig sein werden. Diese ergeben sich meist erst vor Ort, wenn unsere Tierärzte den Vierbeiner klinisch Untersucht haben. Sobald die erste Untersuchung abgeschlossen ist, besprechen wir gemeinsam vor Ort die weiteren Schritte und die zu erwartenden Kosten.

Ein Beispiel: ein Schütteln der Ohren kann auf vielen verschiedenen Ursachen beruhen und dementsprechende weitere Untersuchungen und Behandlung erfordern. Ursachen können zum Beispiel Parasiten, Allergien, Fremdkörper, Entzündungen, Polypen, Zubildungen usw. sein. So kann (neben einer allgemeinen klinischen Untersuchung) eine Untersuchung mit dem Otoskop und eine Tupferprobe aus dem Gehörgang ausreichend sein um einen Bakterienbefall nachweisen zu können. Es können aber auch weitere Abklärungen wie eine Endoskopie oder gar ein CT nötig sein um die Ursachen zu finden und gezielt behandeln zu können. Der Kostenrahmen für das Schütteln der Ohren beläuft sich hierbei also von € 70 für eine einfache Ohrentzündung bis hin zu € 1.800 bei einem Ohrpolypen.

Was wir nicht vergessen dürfen: Wir arbeiten mit Lebewesen und die Medizin ist so vielfältig wie jedes einzelne Tier selbst.

In Vorarlberg gibt es leider noch immer eine große Population von Streuner- bzw. Wildkatzen. Das Problem daran ist, dass diese Katzen in der Regel keine medizinische Betreuung erhalten und Krankheiten wie FIP, Leukose und Katzenschnupfen, Parasiten und durch Revierkämpfe verursachte Verletzungen daher keine Seltenheit sind. Leider werden diese Krankheiten auch für unsere Haustiere zur Gefahr.
Damit wir den herrenlosen Katzen (aber auch unseren Haustieren) unnötiges Leid ersparen können, ist es uns ein großes Anliegen, auf die Kastrationspflicht von Freigängerkatzen hinzuweisen. In der Regel gebären Streunerkatzen ca. 3 mal pro Jahr Junge. Mit nur wenigen Monaten sind die Welpen geschlechtsreif und bringen selbst Junge zur Welt. Somit können aus einem Katzenpaar innerhalb weniger Jahre mehrere Millionen Katzen entstehen. Nur mit Kastrationen kann eine unkontrollierte Vermehrung von Streunerkatzen und somit unnötiges Tierleid verhindert werden.
Laut Gesetz müssen alle Katzen kastriert werden, die ins Freie gelassen werden. Ausgenommen von dieser Regelung sind reine Wohnungskatzen sowie Zuchtkatzen.
Da viele Freigängerkatzen als herrenlose Katzen im Tierheim oder beim Tierarzt abgegeben werden, empfehlen wir alle Katzen zusätzlich auch chippen und registrieren zu lassen, damit jede Katze auch seinem Besitzer zugeordnet werden kann. Eine einmalige Investition, die dem Besitzer im Notfall Gewissheit gibt.
Unser Video zeigt die süßeste Katzendame, die vorletzte Woche bei uns kastriert wurde. Sie wurde in der Früh nüchtern zu uns gebracht und nach einer gründlichen Untersuchung in Narkose gelegt, kastriert und konnte dann unter der Wärmelampe und unter unserer Beobachtung langsam wieder munter werden. Bereits am Nachmittag konnte sie vom Besitzer abgeholt werden und Zuhause ihren „Rausch“ in Ruhe ausschlafen. Eine unglaublich süße Katzendame die jetzt ohne Sorge vor ungewolltem Nachwuchs nach draußen gelassen werden kann.

Taylor Swift und Claudia Schiffer machen es vor und präsentieren ihre Faltohrkatzen nicht nur auf dem roten Teppich sondern auch vor allem auf social media. Mit 25 tausend Followern hat eine der Katzen auch einen sehr erfolgreichen eigenen Instagram Account.

Die Kommentare darunter reichen von „Soooo süß“ bis zu „So eine will ich auch“.

Ein bedenklicher Trend bei dem eine Katzenrasse normalisiert wird, die zur Qualzucht gehört und ihr Leben lang leidet: die Faltohrkatze, auch als Scottish Fold bekannt.

Durch die geknickten Ohren wirkt die Katze für uns Menschen ganz besonders niedlich. Doch genau darin liegt auch das Problem. Die Ohren knicken nur deshalb, weil die Katzen deformierte Knorpel haben. Dieser Gendefekt wirkt sich aber nicht nur auf die Ohren aus, sondern auf das gesamte Skelett. Die sogenannte Osteochondrodysplasie führt zu massiven Veränderungen vor allem an Wirbelsäule und den Beinen und damit zu massiven Schmerzen. Jede Scottish Fold hat diesen Defekt, egal ob als Mischling oder teure Katze vom Züchter.

Uns werden Katzen vorgestellt, die derart unter Schmerzen leiden, dass sie nicht springen können, sich kaum bewegen oder das Laufen ganz vermeiden, da es mit Qualen verbunden ist. Vermeidbares Tierleid, das für uns kaum ertragbar ist.

In der Regel müssen Scottish Fold Katzen bereits in jungen Jahren euthanasiert werden, weil die Qualen durch die Gelenksveränderungen einfach zu groß sind. Therapierbar ist die Ostechondrdysplasie (außer mit Schmerzmitteln) nicht.

Unsere Bilder zeigen den Röntgenverlauf einer Scottish Fold in unserer Klinik. Einzelne stark veränderte Zehengelenke wurden entfernt um die Schmerzen zu lindern. Mit nicht einmal zwei Jahren wurde die Katze dann von ihrem Leid erlöst. Dies ist keine Seltenheit sondern leider die Regel.

Deshalb: Hände weg von Scottish Fold Katzen!

Eigentlich wissen wir Hundebesitzer ja, dass wir mit unseren Hunden nicht mit Stöckchen spielen sollen. Aber sind wir doch ehrlich: vielleicht macht man doch mal eine kleine Ausnahme, wenn der Hund fröhlich und schwanzwedelnd mit einem Holz im Maul angedackelt kommt. Schnell wird man dazu verleitet, doch mal kurz zu werfen.

Auch wenn der Hund sichtlich Spaß dabei hat, ist das tatsächlich gar keine gute Idee! Die Verletzungsgefahr ist nämlich einfach zu groß.
So schnell passiert es, dass sich das Stöckchen beim Aufprall unglücklich dreht oder stecken bleibt und der Hund – im schlimmsten Fall – mit vollem Karacho hineinbrettert. Verletzungen an der Zunge, den Mandeln, Speichelgängen, dem Gaumen oder der Zähne sind dabei die Folge.

Das Tückische: Viele Hunde zeigen diese Verletzungen nicht an und Blut wird (je nach Stelle der Verletzung) direkt abgeschluckt, weshalb es für den Besitzer nicht zu sehen ist. Bei Verdacht einer Verletzung sollte daher immer ein Tierarzt aufgesucht werden und Notfalls eine Inspektion der gesamten Maulhöhle in Sedierung erfolgen.

Lou hatte auch Glück im Unglück: Beim Rennen auf einem Feld ist er in einen Gegenstand gerannt und hat sich neben einer ca. 3cm langen Schnittwunde auf der Zunge auch noch eine ca. 15 – 20 cm tiefe Verletzung unter der Zunge zugezogen. Er hatte also wirklich Glück im Unglück und konnte nach der chirurgischen Versorgung noch am selben Tag nach Hause entlassen werden.

Nicht nur beim Menschen, sondern auch bei Tieren kommt es immer wieder zu medizinischen Notfällen. Deshalb ist es wichtig, einen Notfall frühzeitig zu erkennen um richtig zu handeln. In regelmäßigen Abständen veranstalten wir daher Erste-Hilfe-Kurse für Tierbesitzer.

Themen, die vor allem Hund und Katze betreffen, wie Vergiftungen, Frakturen, Schnittwunden bis zu Augenverletzungen uvm. werden in diesem Vortrag von zwei erfahrenen Tierärztinnen thematisiert. Praktische Übungen wie Verbände anlegen, Vitalparameter untersuchen und die Reanimation helfen das in der Theorie Gelernte zu festigen. Denn: Richtiges Handeln kann Leben retten!

Wir freuen uns, dass wir bekannt geben können, dass der nächste Erste-Hilfe-Kurs in Kooperation mit der Inatura – Erlebnis Naturschau Dornbirn am 12. März 2024 stattfindet.

Weitere Informationen und Anmeldung über folgenden Link: Veranstaltung: Erste-Hilfe für Tiere. Notfälle erkennen und richtig Handeln | Inatura Erlebnis Naturschau

Bitte die eigenen Hunde zuhause lassen. Für die Praxis stehen unsere Hunde bereit.

Wir freuen uns auf euch!